Merck Nachhaltigkeitsbericht 2021

Nachhaltigkeits­strategie & -ziele

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Zahlreiche weltweite Herausforderungen – wie der Klimawandel, Ressourcenknappheit und ungleiche Gesundheitschancen in verschiedenen Ländern – sind auch für unser Unternehmen entscheidend. Um sie zu bewältigen, suchen wir fortlaufend nach wissenschaftlichen und technologischen Lösungen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Geschäftsmodelle widerstandsfähiger zu machen.

Unser Ansatz: nachhaltiger Fortschritt

Unser Anspruch ist es, Wissenschaft und Technologie zu nutzen, um Fortschritt für die Menschen zu erreichen. Für uns gehören nachhaltiges Unternehmertum und profitables Wachstum zusammen: Nur wenn wir einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen, bleiben wir auch zukünftig wettbewerbsfähig. Mit unseren innovativen und hochwertigen Produkten wollen wir dazu beitragen, den weltweiten Herausforderungen zu begegnen. Gleichzeitig sichern sie unsere finanzielle Leistungsfähigkeit.

Verantwortungsvoll zu handeln ist in unserer Unternehmenskultur tief verankert. Dazu zählt etwa, dass wir die Interessen unserer Mitarbeiter, Kunden und Kapitalgeber sowie der Gesellschaft achten. Seit mehr als 350 Jahren ist unser Unternehmen von starken Werten geleitet: Unser Erfolg beruht auf Mut, Leistung, Verantwortung, Respekt, Integrität und Transparenz – alles Werte, die unser Verständnis nachhaltigen Unternehmertums untermauern.

Sicherheitsfragen und ethische Aspekte sind für uns genauso wichtig wie wirtschaftlicher Erfolg. Ethische, wirtschaftliche, umweltbezogene und soziale Risiken reduzieren wir weitestmöglich. Bei der Herstellung unserer Produkte streben wir an, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Eine sichere Produktion, hohe Umweltschutzstandards und ein strenges Qualitätsmanagement sind für uns selbstverständlich. Unser Unternehmen stärken wir, indem wir geeignetes Personal einstellen, fördern und motivieren. Wir wollen zudem ein Vorbild für ethisch korrektes Handeln sein.

Neue weltweite Trends und Herausforderungen beobachten wir aufmerksam. Um die Komplexität der erwarteten Veränderungen greifbar zu machen, nutzen wir beispielsweise die sogenannte Szenariotechnik. Dadurch lassen sich Aspekte strategischer Relevanz herauskristallisieren. Auch nehmen wir an Dialogen und Initiativen teil, beraten uns innerhalb unserer Branche und werten die Medienberichterstattung aus. So können wir nicht nur Risiken minimieren, sondern auch Chancen ergreifen, die sich für unser Geschäft ergeben.

Strategie weltweit umsetzen

Die schnell wachsenden Herausforderungen, die Gesellschaft und Umwelt betreffen, erfordern eine klare Zielsetzung für die kommenden Jahre. Wir integrierten deshalb Nachhaltigkeit als essenziellen Bestandteil in unserer Unternehmensstrategie und setzten uns drei strategische Nachhaltigkeitsziele.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie (Grafik)

Um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, konzentrieren wir uns auf sieben Fokusfelder. Innerhalb dieser Fokusfelder verwirklichen wir heute und in Zukunft zahlreiche Initiativen und Projekte und messen unsere Fortschritte.

Fortschritte der Nachhaltigkeitsstrategie messen

Im Jahr 2021 legten wir verschiedene Kennzahlen fest, um die Fortschritte bezüglich unserer drei Nachhaltigkeitsziele zu erfassen und zu bewerten.

Ab dem Geschäftsjahr 2022 ergänzen wir den Merck Long-Term Incentive Plan (LTIP) um einen Nachhaltigkeitsfaktor. Die Hauptversammlung 2021 stimmte einem überarbeiteten Vergütungssystem für die Mitglieder der Geschäftsleitung zu. Für den Nachhaltigkeitsfaktor zieht das Unternehmen die drei in der Tabelle gekennzeichneten Kennzahlen heran. Details zur Berechnung dieses Nachhaltigkeitsfaktors finden sich im Vergütungsbericht.

Unsere Kernindikatoren

Ziel 1: Im Jahr 2030 erreichen wir durch nachhaltige Wissenschaft und Technologien Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen.

Fokus­feld

 

Nachhaltigkeits­kennzahl

 

Weitere Details

Nachhaltige Innovationen und Technologien für unsere Kunden

 

Anteil neu veröffentlichter Patentfamilien mit positiver Nachhaltigkeitswirkung

 

 

 

 

 

 

Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

 

Menschen, die mit unseren Healthcare-Produkten behandelt werden1

 

Ziel 2: Bis 2030 verankern wir Nachhaltigkeit in allen unseren Wertschöpfungsketten.

Fokus­feld

 

Nachhaltigkeits­kennzahl

 

Weitere Details

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Anteil von Frauen in Führungspositionen

 

 

 

Anteil der Mitarbeiter, die zu Nachhaltigkeit geschult sind

 

Wird ab 2022 berichtet

 

 

 

 

 

Nachhaltigkeit und Transparenz in der Lieferkette

 

Anteil relevanter Lieferanten (in Bezug auf Anzahl und Beschaffungsvolumen), die von einer gültigen Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt sind1

 

 

 

 

 

 

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Environment, Health and Safety (EHS) Incident Rate

 

 

 

Verstöße gegen die "Global Social and Labor Standards Policy"

 

 

 

Lost Time Injury Rate (LTIR)

 

Ziel 3: Bis 2040 werden wir klimaneutral und reduzieren unseren Ressourcenverbrauch.

Fokus­feld

 

Nachhaltigkeits­kennzahl

 

Weitere Details

Klimawandel und Emissionen

 

Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2)1

 

 

 

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)

 

 

 

Anteil des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen

 

 

 

 

 

 

Wasser- und Ressourcennutzung

 

Waste Score (Abfallmanagement-Kennzahl)

 

 

 

Water Intensity Score (Wassermanagement-Kennzahl)

 

 

 

Abwasserqualität

 

Wird ab 2022 berichtet

1

Die Kennzahl geht in den Nachhaltigkeitsfaktor für den Merck Long-Term Incentive Plan (LTIP) ein.

Ziel 1: Im Jahr 2030 erreichen wir durch nachhaltige Wissenschaft und Technologien Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen.

Fokus­feld

 

Nachhaltigkeits­kennzahl

 

Weitere Details

Nachhaltige Innovationen und Technologien für unsere Kunden

 

Anteil neu veröffentlichter Patentfamilien mit positiver Nachhaltigkeitswirkung

 

 

 

 

 

 

Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

 

Menschen, die mit unseren Healthcare-Produkten behandelt werden1

 

Ziel 2: Bis 2030 verankern wir Nachhaltigkeit in allen unseren Wertschöpfungsketten.

Fokus­feld

 

Nachhaltigkeits­kennzahl

 

Weitere Details

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Anteil von Frauen in Führungspositionen

 

 

Anteil der Mitarbeiter, die zu Nachhaltigkeit geschult sind

 

Wird ab 2022 berichtet

 

 

 

 

 

Nachhaltigkeit und Transparenz in der Lieferkette

 

Anteil relevanter Lieferanten (in Bezug auf Anzahl und Beschaffungsvolumen), die von einer gültigen Nachhaltigkeitsbewertung abgedeckt sind1

 

 

 

 

 

 

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Environment, Health and Safety (EHS) Incident Rate

 

 

Verstöße gegen die "Global Social and Labor Standards Policy"

 

 

 

Lost Time Injury Rate (LTIR)

 

Ziel 3: Bis 2040 werden wir klimaneutral und reduzieren unseren Ressourcenverbrauch.

Fokus­feld

 

Nachhaltigkeits­kennzahl

 

Weitere Details

Klimawandel und Emissionen

 

Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2)1

 

 

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)

 

 

 

Anteil des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen

 

 

 

 

 

 

Wasser- und Ressourcennutzung

 

Waste Score (Abfallmanagement-Kennzahl)

 

 

Water Intensity Score (Wassermanagement-Kennzahl)

 

 

 

Abwasserqualität

 

Wird ab 2022 berichtet

1

Die Kennzahl geht in den Nachhaltigkeitsfaktor für den Merck Long-Term Incentive Plan (LTIP) ein.

Um die Nachhaltigkeit unserer Produkte, Technologien und Geschäftstätigkeiten bewerten zu können, haben wir die Methode „Sustainable Business Value“ (SBV) entwickelt. Mit ihr bewerten wir sowohl positive als auch negative Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Gesellschaft – und zwar entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Das Ergebnis ist ein monetärer Wertbeitrag, den beispielsweise ein Produkt für die Gesellschaft hat. Neben ESG-Parametern (Environmental, Social, Governance) beziehen wir auch ökonomische und ethische Aspekte sowie Digitalisierung und Produktnutzen ein. Die Daten helfen uns, unsere Geschäfte nachhaltig und zukunftsfähig auszurichten. Ende 2021 führten wir eine Computer-App ein, um diese Methodik der „Sustainability Impact Valuation“ im Unternehmen weiter zu verankern. Mit ihr können Mitarbeiter in einem strukturierten Prozess den nachhaltigen Wertbeitrag ihres Produkts oder Projekts beurteilen.

Unsere operativen Nachhaltigkeitsziele

Unsere drei strategischen Ziele verdeutlichen unseren langfristigen Nachhaltigkeitsanspruch. Um sie zu erreichen, haben wir außerdem operative Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Diese sind konkreter, können kurzfristiger angelegt sein und orientieren sich an der laufenden Geschäftstätigkeit.

Unsere drei strategischen Ziele verdeutlichen unseren langfristigen Nachhaltigkeitsanspruch. Um sie zu erreichen, haben wir außerdem operative Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Diese sind konkreter, können kurzfristiger angelegt sein und orientieren sich an der laufenden Geschäftstätigkeit.

Ziel 1: Im Jahr 2030 erreichen wir durch nachhaltige Wissenschaft und Technologien Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen.

Fokusfeld

 

Operatives Ziel

 

Aktivitäten 2021

 

Status

 

Wesentliches Thema

Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

 

Bis 2030 werden wir genügend Praziquantel zur Verfügung stellen, um bis zu 90 Millionen Schulkinder jährlich zu behandeln.

 

182 Millionen Tabletten im Jahr 2021 zur Verfügung gestellt, was die Behandlung von 73 Millionen Kindern im Schulalter ermöglicht

 

In Umsetzung

 

Gesundheit für alle

Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

 

Bis 2023 testen wir unsere gerechte Nutzen- und Marktzugangsstrategie mit Pilotprogrammen für zwei Produkte aus unserem innovativen Produktportfolio in mindestens zwei Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen.

 

Entwicklung einer gerechten Nutzen- und Marktzugangsstrategie

Durchführung einer Abstimmung und gewinnen der Unterstützung interner Stakeholder für die Strategie

Auswahl Pilotprodukte und -länder

 

Neues Ziel

 

Gesundheit für alle

Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

 

Bis Ende 2022 führen wir ergebnisorientierte Pilotvertragsmodelle in ein bis zwei Märkten unseres Fruchtbarkeitsportfolios ein.

 

Gespräche mit Dritten geführt

Erlangen interner und externer Genehmigung

 

Neues Ziel

 

Gesundheit für alle

Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

 

Bis 2030 werden wir neue Schlüsselstrategien für proaktives Nutzen-Risiko-Management, Prozessoptimierung, Automatisierung und Pharmakovigilanz-Kontrolle entwickeln und einführen.

 

Mehrstufiges Portfoliomanagement auf der Grundlage eines risikobasierten Ansatzes eingeführt, um Ressourcen noch stärker auf Sicherheitsaktivitäten zu konzentrieren, wo sie den größten Wert für die Patienten erzielen

Entwicklung eines Echtzeit-Pharmakovigilanz-Informationsdienstes, um die Anpassung unserer Methoden, Prozesse und Arbeitsergebnisse an die sich ständig verändernde globale gesetzliche Anforderungen in den Bereichen Pharmakovigilanz und Patientensicherheit zu ermöglichen

Umsetzung des Konzepts der proaktiven und prädiktiven („vorhersagbaren“) Sicherheit durch die Entwicklung einer robusten, funktionsübergreifenden Nutzen-Risiko-Strategie. Sie ermöglicht es uns, differenzierte Therapien bereitzustellen, die die Behandlung von Patienten verändern und ihnen dadurch einen Mehrwert bieten.

Optimierung und Automatisierung der Bearbeitung von Einzelfallmeldungen (ICSR) von der Erfassung bis zur Meldung, um den manuellen Aufwand deutlich zu reduzieren, die Qualität weiter zu verbessern und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Meldefristen eingehalten werden

 

In Umsetzung

 

Produktsicherheit & -qualität

Ziel 2: Bis 2030 verankern wir Nachhaltigkeit in allen unseren Wertschöpfungsketten.

Fokusfeld

 

Operatives Ziel

 

Aktivitäten 2021

 

Status

 

Wesentliches Thema

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Wir wollen bis 2030 Geschlechterparität in Führungspositionen erreichen.

 

Wir führten eine Entgeltgleichheits-Analyse durch.

 

Neues Ziel

 

Vielfalt & Inklusion

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Bis 2030 wollen wir 30 % der Führungspositionen (Rolle 4+) mit Menschen aus Ländern in Asien, Lateinamerika und MEA besetzen.

 

Wir führten DE&I-Toolkits für HR und Führungskräfte ein. Zudem schulten wir die für Recruiting und Sourcing verantwortlichen Mitarbeiter.

 

Neues Ziel

 

Vielfalt & Inklusion

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Bis 2030 wollen wir 30 % der Führungspositionen (Rolle 4+) in den USA mit Angehörigen unterrepräsentierter ethnischer Gruppen besetzen.

 

Wir bauten Mentoring-/Sponsoringprogramme aus und unterstützten interne Netzwerke für Mitarbeiter mit verschiedenen ethnischen Hintergründen und für internationale Mitarbeiter. Außerdem erhöhten wir die Empfehlungsprämie für ethnische Talente in den USA abhängig von Marktbedürfnissen.

 

Neues Ziel

 

Vielfalt & Inklusion

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Bis 2026 werden alle Führungskräfte an Inclusive Leadership Workshops teilgenommen haben.

 

37 % unserer Führungskräfte nahmen an der Inclusive-Leadership-Schulung teil.

 

Neues Ziel

 

Vielfalt & Inklusion

Nachhaltigkeitskultur und Werte

 

Bis 2025 wollen wir die LTIR (Lost Time Injury Rate) auf unter 1,0 senken.

 

Mit unserem Sicherheitkulturprogramm „BeSafe!“ sensibilisieren wir kontinuierlich unsere Mitarbeiter für Gefahren am Arbeitsplatz und geben ihnen Verhaltensregeln an die Hand.

 

Neues Ziel

 

Gesundheit & Sicherheit

Nachhaltigkeit und Transparenz in der Lieferkette

 

Bis 2022 Einführung eines gruppenweiten Security-Audit-Management-Programms.

 

Planung und Durchführung von neun internen Pilot-Sicherheitsaudits

Prozess etabliert, der transparent macht, wie wir die gesetzlichen, behördlichen oder branchenspezifischen Anforderungen einhalten.

Steuerungskennzahlen definiert, um Prozessfähigkeit, als essenzielle Basis zur Risikominimierung, zu gewährleisten

 

Neues Ziel

 

Produktsicherheit & -qualität

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Bis Ende 2023 werden alle Tochtergesellschaften unseres Unternehmens über einen neuen "Third Partner Risk Management Process" inklusive Tool verfügen, um Geschäfte nur mit rechtskonformen Dritten zu tätigen.

 

Einführung des neuen "Third Partner Risk Management Process" inklusive Tool in Pilotländern.

 

In Umsetzung

 

Unternehmensführung & Compliance

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Bis 2022 wird ein Prozess zur Risikoidentifizierung stufenweise eingeführt, um einen besseren Überblick über die Bestechungs- und Korruptionsrisiken zu erhalten.

 

Beginn mit der Risikobewertung bei den globalen Funktionen.

 

In Umsetzung

 

Unternehmensführung & Compliance

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Bis 2024 werden wir einen neuen Prozess und ein Tool einführen, um die zentrale Steuerung unserer Interaktionen mit Akteuren des Gesundheitswesens effizienter zu gestalten und die Monitoring- und Risikokontrollmöglichkeiten weiter zu verbessern.

 

Keine zu berichtenden Maßnahmen, da das Ziel Ende 2021 festgelegt wurde. Fortschritte bei der Erreichung des Ziels werden im Nachhaltigkeitsbericht 2022 vorgestellt.

 

Neues Ziel

 

Unternehmensführung & Compliance

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Bis 2030 tragen wir in erheblichem Maße zu den 4R (Reduzierung, Ersatz, Verbesserung und Verantwortung) bei und machen unseren Erfolg durch aussagekräftige Kennzahlen in unseren drei Unternehmensbereichen sichtbar.

 

Konzernweites 4R-Programm liegt vor. Programmmanagement wurde eingerichtet und eigene 4R-Projekte haben begonnen. Kennzahlen werden erarbeitet.

 

Neues Ziel

 

Ethisches Verhalten

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Bis 2025 lassen wir alle unsere Tierhaltungsanlagen nach AAALAC zertifizieren und bauen eine Animal Affairs Academy auf. Sie wird Kenntnisse in den Bereichen Tierwissenschaft und Tierschutz vermitteln und Fortschritte in Richtung unserer 4R-Bestrebungen fördern.

 

Keine zu berichtenden Maßnahmen, da das Ziel Ende 2021 festgelegt wurde. Fortschritte bei der Erreichung des Ziels werden im Nachhaltigkeitsbericht 2022 vorgestellt.

 

Neues Ziel

 

Ethisches Verhalten

Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

 

Bis 2025 stärken wir die konzernweite Steuerung aller tierverwendenden Funktionen und sorgen für mehr Transparenz, indem wir IT-basierte Lösungen zur Messung von Fortschritten und zur Optimierung des Datenmanagements einführen.

 

Regelmäßige konzernweite Veranstaltungen zur Unterrichtung und Einbindung der Mitarbeiter eingeführt.
Laufender Digitalisierungsprozess zur Verbesserung von Datenverfügbarkeit, Wissensaustausch, Risikomanagement und Berichterstattung.
Projektmanagement wurde eingerichtet und ein digitales Genehmigungsverfahren für Tierversuche wurde implementiert.

 

Neues Ziel

 

Ethisches Verhalten

Ziel 3: Bis 2040 werden wir klimaneutral und reduzieren unseren Ressourcenverbrauch.

Fokusfeld

 

Operatives Ziel

 

Aktivitäten 2021

 

Status

 

Wesentliches Thema

Klimawandel und Emissionen

 

Bis 2030 wollen wir unsere direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) um 50 % reduzieren (Basisjahr 2020).

 

Systematische Überprüfung des Energieverbrauchs an unseren einzelnen Produktionsstandorten

Senkung der prozessbedingten Emissionen

Verlagerung von Transporten auf den Schiffverkehr

Verringerung der Emissionen durch eine grüne Flotte

Schulung von mehr Mitarbeitern im Energiemanagement

Umsetzung von Möglichkeiten der Elektrifizierung

 

Neues Ziel

 

Klimaschutz

Klimawandel und Emissionen

 

Bis 2030 wollen wir 80 % unseres eingekauften Stroms durch erneuerbare Energien decken.

 

Einkauf von Strom aus erneuerbaren Quellen

Unterzeichnung eines virtuellen Stromabnahmevertrags für die Realisierung eines Windparks in den USA

 

Neues Ziel

 

Klimaschutz

Wasser- und Ressourcennutzung

 

Bis 2025 Verbesserung der Wassereffizienz an den Produktionsstandorten um 10 % (gemessen anhand des Merck Water Intensity Score).

 

Aufbereitung des anfallenden Abwassers und dessen Wiederverwendung

 

In Umsetzung

 

Ressourceneffizienz

Wasser- und Ressourcennutzung

 

Senkung der umweltrelevanten Spurenstoffrückstände im Abwasser aller Produktionsstandorte unter die Unbedenklichkeitsschwelle.

 

Erweiterung der Zentralkläranlage Darmstadt um eine vierte Reinigungsstufe

 

In Umsetzung

 

Ressourceneffizienz

Wasser- und Ressourcennutzung

 

Bis 2025 Reduzierung der Umweltbelastung durch die Abfallentsorgung um 5 % (gemessen durch den Merck Waste Score).

 

Kontinuierliche Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Produktionsprozesse und Entsorgungsmethoden

 

Neues Ziel

 

Ressourceneffizienz

Rollen und Verantwortlichkeiten

Unsere Geschäftsleitung ist konzernübergreifend für unsere Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich. Sie hat unsere drei strategischen Ziele verabschiedet (siehe oben).

Zuständig für die Erarbeitung und Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie ist die Einheit „Group Corporate Sustainability“. Diese informiert die Geschäftsleitung regelmäßig über Fortschritte und Handlungsbedarf. Sie ist Teil der neu geschaffenen Konzernfunktion „Corporate Sustainability, Quality and Trade Compliance“, die an die Vorsitzende der Geschäftsleitung berichtet. Damit liegt die übergeordnete Verantwortung auf Geschäftsleitungsebene für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social, Governance kurz ESG) ebenfalls bei der Vorsitzenden der Geschäftsleitung.

„Group Corporate Sustainability“ ist auch für das „Corporate Sustainability Council“ verantwortlich. Das Gremium setzt sich aus Vertretern unserer Unternehmensbereiche sowie wichtiger Konzernfunktionen wie Einkauf, Personal und Strategie zusammen. Council-Mitglieder aus verschiedenen Ländern bringen regionale Nachhaltigkeitsaspekte ein. Das „Corporate Sustainability Council“ steuert und kontrolliert die konzernweite Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. Es gleicht sie mit den einzelnen Geschäftsstrategien ab, definiert Prioritäten und legt auch weltweit gültige Nachhaltigkeitsrichtlinien fest. Darüber hinaus empfiehlt es der Geschäftsleitung entsprechende Initiativen. Jedes Geschäftsleitungsmitglied ist im Rahmen seines Zuständigkeitsbereichs auch für Nachhaltigkeit verantwortlich.

Ferner stellt das „Corporate Sustainability Council“ sicher, dass die Initiativen der verschiedenen Unternehmensbereiche, Konzernfunktionen und Landesgesellschaften mit der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie übereinstimmen. 2021 tagte das „Corporate Sustainability Council“ viermal per Videokonferenz. Die Teilnehmenden befassten sich mit folgenden zentralen Themen: Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie in den Unternehmensbereichen, Kennzahlen zur Messung und Steuerung von Nachhaltigkeit im Unternehmen, Senken der Treibhausgasemissionen sowie Entwicklung der Anforderungen an die Berichterstattung.

Die vom „Corporate Sustainability Council“ beschlossenen Maßnahmen setzen sowohl unsere Fachverantwortlichen als auch unsere bereichsübergreifenden Projektteams um. Um unsere operativen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sind je nach Ausrichtung entsprechende Teams, Funktionen und Geschäftseinheiten verantwortlich. Diejenigen, die für die Implementierung zuständig sind, tauschen sich in einem übergreifenden Gremium aus und stimmen die Maßnahmen ab. Sie identifizieren Synergien zwischen den Projekten und schneiden die Ausrichtung auf unsere Nachhaltigkeitsziele zu.

Im November 2021 gründeten wir einen externen Expertenrat für Nachhaltigkeit. Das Merck Sustainability Advisory Panel (MSAP) besteht aus sechs unabhängigen internationalen Fachleuten für nachhaltigkeitsbezogene Themen. Diese beraten das Unternehmen zu ausgewählten Fragen und beurteilen dessen Nachhaltigkeitsleistung sowie geplante Aktivitäten. Darüber hinaus bringen sie ihr Wissen über jene gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und Entwicklungen ein, die strategische Relevanz für unsere Geschäfte haben könnten. Der Vorsitz dieses Panels liegt beim Leiter der Einheit „Group Corporate Sustainability“.

Mitglieder unseres Sustainability Advisory Panel

Die Mitglieder des Merck Sustainability Advisory Panel (MSAP) (Grafik)
Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Corporate Governance, ESG)
ESG-Aspekte bewerten das gesammelte Pflichtbewusstsein eines Unternehmens für ökologisches, soziales und unternehmerisches Handeln. Für ESG-Bewertungen werden Daten herangezogen, die auf bestimmten Kennzahlen im Zusammenhang mit immateriellen Werten im Unternehmen beruhen. Vernachlässigte Tropenkrankheit (NTD)

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