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Die Kosten für verschreibungspflichtige Arzneimittel betrugen 2019 in den OECD-Ländern zwischen 6 und 35 % der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen. Doch dank der Fortschritte bei der Erforschung und Entwicklung innovativer Medikamente verändert sich das: Chronische Erkrankungen – die größten Kostentreiber – können effektiver und kostengünstiger behandelt werden.

Unser Ansatz zur Preisgestaltung von Arzneimitteln

Wir wollen sicherstellen, dass alle Patienten die wirksamsten Arzneimittel für ihre jeweilige Erkrankung erhalten. Deshalb arbeiten wir daran, dass die Kosten für diese Arzneimittel keine Hürde für den Behandlungszugang darstellen. Wir stehen für eine flexible, gerechte und nachhaltige Preisgestaltung – auf Länderebene wie auch länderübergreifend. Dementsprechend passen wir unsere Preise den lokalen Marktgegebenheiten an. Dabei berücksichtigen wir die Zahlungs- und Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, geografische Faktoren und die vorhandene Infrastruktur. Außerdem beachten wir gesetzliche Anforderungen, den ungedeckten medizinischen Bedarf und sozioökonomische Aspekte – beispielsweise die Zahlungsfähigkeit der Patienten. Dieser Ansatz erfordert, dass wir mit Regierungen und anderen  zusammenarbeiten. Darüber hinaus beobachten wir kontinuierlich, wie sich Gesundheitssysteme und -märkte, Preisbildungs- und Erstattungssysteme sowie gesetzliche und behördliche Leit- und Richtlinien ändern. Bei Bedarf passen wir unsere Preise an.

Zudem überprüfen wir unsere Preise jährlich. So stellen wir sicher, dass sie den Bedürfnissen der Patienten nach bezahlbarem Zugang zu Medikamenten gerecht werden. Ein konzernweit einheitliches, datenbasiertes Vorgehen hilft uns dabei, unsere lokale Preisbildung zu steuern. Gemäß unserem Versprechen einer gerechten Preisgestaltung sorgen wir dafür, dass unsere Produkte auch in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen bezahlbar sind. Hierfür nehmen wir an staatlichen Ausschreibungen teil, etablieren hochwertige Niedrigpreis-Zweitmarken oder Markengenerika, führen Early-Access-Programme durch und bieten unsere Produkte innerhalb von  an.

Darüber hinaus fördern wir innovative . Zudem wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Dateneffizienz in Gesundheitssystemen zu verbessern: Diese soll eine optimale Verteilung der finanziellen Mittel und Ressourcen sicherstellen.

Wie wir Arzneimittelpreise gestalten

Unsere Einheit „Global Pricing and Market Access“ legt die Markteinführungspreise fest. Dabei stimmt sie sich mit den jeweiligen Geschäftseinheiten ab. Die Einheit berichtet direkt an ein Mitglied unseres „Healthcare Executive Committee“. Unsere lokalen Konzernunternehmen verantworten das Preismanagement und passen die Preise kontinuierlich an die Gegebenheiten vor Ort an.

Wozu wir uns verpflichten: Leitlinien und Grundsätze zu Arzneimittelpreisen

Gesundheitslösungen müssen bezahlbar sein: Das ist unsere Zusage gegenüber den Patienten. Darüber hinaus versprechen wir, den Zugang zu Gesundheitslösungen zu erleichtern, deren Verfügbarkeit zu verbessern und das Bewusstsein für Krankheiten zu schärfen. Bei der Preisgestaltung der Arzneimittel richten wir uns nach den Vorgaben unserer übergeordneten „Access to Health Charta“; Details regelt unsere Richtlinie „Preisgestaltung bei Arzneimitteln“. Mit unserer „Patient Access Programs Policy“ definieren wir außerdem Standards, um Arzneimittel zu bezahlbaren Preisen anzubieten.

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Arzneimittelpreise

Die Covid-19-Pandemie hat Gesundheitssysteme und Kostenträger weltweit sehr belastet. Im Dezember 2020 führten wir eine virtuelle Roundtable-Veranstaltung durch. Eingeladen waren ehemalige Vertreter von Krankenkassen sowie nationale Kostenträger und Erstattungsbehörden aus Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan und Saudi-Arabien. Ziel war es, die Auswirkungen der Pandemie zu verstehen: auf die Prioritäten der Kostenträger, die Bezahlbarkeit von Arzneimitteln, Budgetverschiebungen und die Mittelzuteilung. Auf diese Weise sollten effektive Ansätze für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kostenträgern aus verschiedenen Ländern entwickelt werden. Die Covid-19-Pandemie verursachte Budgetbeschränkungen; deshalb sahen diese Kostenträger einen höheren Bedarf, Preis- und Vertragsmodelle anders zu gestalten. Lösungen sind etwa Patient-Access-Programme, direkte Rabatte, und Zusatzleistungen. Dies steht im Einklang mit unseren wichtigsten Initiativen zur Preisgestaltung und hilft uns, diese Maßnahmen zukünftig verstärkt zu berücksichtigen.

Kundenorientierte Vertragsmodelle

Wir setzen uns dafür ein, eine wertorientierte Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Das bedeutet vor allem, dass unsere Preis- und Vertragsgestaltung alle lokalen gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Gemeinsam mit Kostenträgern – etwa Krankenversicherungen und Krankenkassen – entwickelten wir verschiedene produkt- und marktspezifische Kostenerstattungs- und Vertragsmodelle. Sie tragen dazu bei, Patienten schnellen Zugang zu unseren Innovationen zu ermöglichen. Beispielsweise trafen wir in Deutschland, Großbritannien und Irland neuartige Vereinbarungen zur Risikoteilung, wodurch Patienten mit Multipler Sklerose (MS) unverzüglich Zugang zu unserem Medikament Mavenclad® erhalten.

Außerdem entwickelten wir innovative Vertragsmodelle für unser Onkologie-Medikament Erbitux®, unser MS-Medikament Rebif® und unser Wachstumshormon Saizen®. Dies erleichtert Patienten den Zugang zu diesen Arzneimitteln. Zusätzlich deckeln wir in bestimmten Ländern die Maximalkosten pro Patienten und schließen andere Risikoteilungsvereinbarungen ab.

Preisgestaltungsmodelle für die Versorgung einkommensschwacher Patienten

Wir arbeiten eng mit Regierungen und anderen Stakeholdern zusammen, um neuartige, differenzierte Modelle für die Preisgestaltung von Medikamenten zu entwickeln. In bestimmten Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und im Nahen Osten verkaufen wir außerdem unsere Produkte zu bezahlbaren Preisen. In Indien verlängerten wir beispielsweise die Kooperation mit Vertretern des öffentlichen Sektors wie „Bharat Heavy Electricals Limited“ (BHEL) oder der „Oil and Natural Gas Corporation“ (ONGC), der „National Thermal Power Corporation“ (NTPC) und „Indian Railways“ (IR). Ziel ist es, einkommensschwachen Patienten reduzierte Preise für bestimmte allgemeinmedizinische Arzneimittel und Schilddrüsenprodukte anzubieten.

Außerdem beteiligen wir uns regelmäßig an staatlichen Ausschreibungen für Produkte, mit denen öffentliche Krankenhäuser einkommensschwache Patienten versorgen. Viele dieser Ausschreibungen finden in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen statt.

Hochwertige Niedrigpreis-Zweitmarken

Für einige unserer bestehenden Marken etablieren wir sogenannte Niedrigpreis-Zweitmarken von hoher Qualität – hauptsächlich in Ländern mit einem großen Anteil an Patienten mit sehr geringem Einkommen. In Brasilien sind elf unserer Produkte als günstigere, hochwertige Zweitmarke erhältlich. In Südafrika gibt es außerdem Betacor™, eine Zweitmarke für Bisoprolol (Concor®). Um einkommensschwachen Patienten den Zugang zu diesen Arzneimitteln zu erleichtern, sind die Preise auf allen für die Kostenträger reduziert. Auch in Ländern wie Mexiko, den Philippinen und Polen sind solche Niedrigpreis-Zweitmarken neuerdings erhältlich.

Markengenerika

In Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen arbeiten wir mit ausgewählten, zuverlässigen Partnern zusammen und bieten dort gemeinsam Markengenerika an. Unsere Partner verfügen nachweislich über eine solide Qualitätskontrolle. Sie können Produkte anbieten, die unseren hohen Standards entsprechen. Auf diese Weise können wir den dringenden Bedarf an bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Medikamenten zur Behandlung endemischer Krankheiten besser decken. Sechs solcher Produkte stellen wir Patienten in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen schon bereit – darunter sind Brasilien, Chile, Mexiko und die Philippinen. Derzeit registrieren wir weitere Markengenerika, um sie in noch mehr Ländern anzubieten.

Patient-Access-Programme

Dank Patient-Access-Programmen können wir bestimmte Produkte in einigen Ländern zu bezahlbaren Preisen anbieten, beispielsweise in Indien. Dort bieten wir ein Patient-Access-Programm für unser Krebsmedikament Erbitux® an, so dass einkommensschwache Patienten finanzielle Unterstützung für ihre Behandlung erhalten – gemäß den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben. Mit diesem Programm erreichen wir jährlich etwa 500 Patienten. Zusätzlich zu unseren Onkologie-Initiativen bieten wir derartige Access-Programme auch für Arzneimittel auf anderen Therapiegebieten an, etwa für Rebif®.

Patient-Support-Programme

Dank unseres ganzheitlichen Ansatzes unterstützen wir Patienten, Betreuungspersonen und Ärzte neben unseren Medikamenten auch mit digitalen Gesundheitsmaßnahmen und -lösungen. Dies ermöglicht dem medizinischen Fachpersonal ein effektiveres Krankheitsmanagement und trägt zu besseren Behandlungsergebnissen bei. In Brasilien und Russland bieten wir beispielsweise ein maßgeschneidertes Programm für die Medikation und Therapietreue von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Dabei verzeichnen wir signifikante Verbesserungen der Adhärenzrate (Einhaltungsrate). Zudem unterstützen wir Patienten mit durch digitale, maßgeschneiderte und evidenzbasierte Programme. Diese sollen sie motivieren, ihren Lebensstil zu verändern und so einer Diabeteserkrankung vorzubeugen – wie GlycoLeap im Asien-Pazifik-Raum und Virgin Pulse (vormals Blue Mesa Health) in Lateinamerika.

Stakeholder
Als Stakeholder bezeichnet man Personen oder Organisationen, die ein Interesse und/oder einen berechtigten Anspruch an einem Unternehmen haben. Zu den Stakeholdern gehören beispielsweise Mitarbeiter, Geschäftspartner, Nachbarn von Standorten oder Aktionäre.
Patient-Access-Programme
Kommerzielle Programme mit einnahmenorientiertem Zweck, über die unterversorgten Bevölkerungsgruppen Medikamente bereitgestellt werden, entweder durch kostenlose Produkte oder durch eine reduzierte Behandlungsgebühr.
Erstattungsvereinbarungen mit Risikoteilung
Eine Vereinbarung zwischen Hersteller und dem Zahler oder Anbieter, die unter bestimmten Bedingungen den Zugang einer Gesundheitstechnologie durch Kostendeckung oder -erstattung ermöglicht.
öffentlich-private Partnerschaft
Als öffentlich-private Partnerschaft (Public-Private Partnership, PPP) wird die Zusammenarbeit von öffentlichen Körperschaften, Privatunternehmen und/oder Not-for-Profit-Organisationen bezeichnet.
Arzneimittelliste
Eine Arzneimittelliste ist eine Liste von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die von der Krankenkasse oder dem Versicherer eines Patienten bevorzugt werden.
Prädiabetes
Vorstadium zum Typ-2-Diabetes.

GRI-Angaben

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