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TAG übersicht

Ergebnisse

Alle Augen auf Nachhaltigkeit

stets im Blick
Nachhaltigkeit

Was wir jetzt für morgen tun

Seit Generationen bestimmen Werte wie Mut, Respekt, Verantwortung und Transparenz unser unternehmerisches Handeln. Unser Anspruch: Wissenschaft und Technologie zu nutzen, um die drängenden Herausforderungen der Menschheit zu meistern. Mit unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie stellen wir die Weichen dafür.

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Handelns – und eine Verantwortung, der wir jeden Tag gerecht werden wollen. Durch unsere Innovationskraft möchten wir langfristig einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen: Indem wir den menschlichen Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen fördern, bis Jahr 2040 klimaneutral werden und unseren Ressourcenverbrauch reduzieren.

Belén Garijo
Stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsleitung

Längst mehr als nur ein Trend

Auch wenn es den Begriff Nachhaltigkeit vor 350 Jahren noch nicht gab – der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und die soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter spielten für uns schon immer eine große Rolle. Über die Jahre haben sich nicht nur die Werte in der Gesellschaft, sondern auch die Bedürfnisse unserer Kunden gewandelt – und genau das hat unserem Nachhaltigkeits­­an­­spruch einen kräftigen Schub versetzt. Das Nachhaltigkeits­­verständnis hat sich mit der Zeit verändert:

Vor 50 Jahren:

Nachhaltigkeit
als Begriff geprägt

Nachhaltigkeitsprinzipien wurden erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts formuliert. Doch das Trendwort „Nachhaltigkeit“ kommt in den 1970er- und 1980er-Jahren auf. Unternehmen fangen an, sich mit Umwelt- und Arbeitsschutzaspekten zu beschäftigen. Strategisch setzt man sich mit dem Thema aber noch nicht auseinander.

Vor 20 bis 30 Jahren:

fehlende Nachhaltigkeit
als Risiko

Umweltunfälle mit Medienaufmerksamkeit rufen eine kritische Öffentlichkeit auf den Plan. Unternehmen lernen, dass sie große Imageschäden erleiden können, wenn sie Nachhaltigkeit ignorieren.

Heute:

Nachhaltigkeit
als Muss

Klimawandel, Ressourcenknappheit, weltweite Lieferketten: Die Herausforderungen steigen – an die Gesellschaft und somit auch an Unternehmen. Nachhaltiges Handeln entpuppt sich als Notwendigkeit und erfordert ganzheitliches Denken, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu sichern.

Morgen:

Nachhaltigkeit
als Chance

Technologie und Innovation liefern Lösungen für zahlreiche Herausforderungen, die Nachhaltigkeit an uns stellt. Unternehmen erkennen sowohl die Notwendigkeit als auch das Potenzial, nicht nur auf ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu setzen, sondern auch einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Mit unserer Geschäftstätigkeit wollen wir Fortschritt für Menschen erzielen. Bei all unserem Handeln wollen wir gesellschaftliche Folgekosten vermeiden. Darum setzen wir auf einen ganzheitlichen Ansatz entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette.

Unsere Antwort auf die Heraus­­forde­­rungen von morgen

Wie wir uns auf die Zukunft vorbereiten

Wissenschaftliche Forschung und neue Technologien sind für uns der Schlüssel, um weltweite Herausforderungen zu bewältigen. Wir helfen Menschen mit unseren Medikamenten, entweder gesund zu werden oder besser mit einer Krankheit zu leben. Doch vielerorts haben Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Gesundheitsversorgung. Deshalb arbeiten wir daran, einen leichteren Zugang zu Gesundheitslösungen zu schaffen. Unsere Halbleiter- und Display­­materialien treiben die Digitalisierung voran und eröffnen neue Chancen. Und mit unseren Life-Science-Lösungen ermöglichen wir lebens­­verändernde Forschung und liefern Wissenschaftlern modernste Werkzeuge. Ökologische, soziale, ethische und wirtschaftliche Aspekte bringen wir dabei weitest­­möglich in Einklang.

Ein Blick in die Glaskugel:
die Welt im Jahr 2040

Die Zukunft kann niemand vorhersehen: Welche Auswirkungen hat die Erderwärmung auf unser soziales Miteinander? Wie wirkt sich der demografische und technologische Wandel aus? Wie sehen zukünftige Lieferketten aus? Fakt ist: Wir leben in einer Welt, die immer komplexer wird. Alles hängt miteinander zusammen – sowohl ökologische, ökonomische als auch soziale Fragen. Wie können wir als Unternehmen dieser Komplexität gerecht werden – und uns bestmöglich auf die Zukunft vorbereiten?

Wir sind einen ungewöhnlichen Weg gegangen: In einem großen, inter­­disziplinären Team haben wir Szenarien entworfen, wie das Leben im Jahr 2040 aussehen könnte. Herausgekommen sind keine klassischen Szenarien, sondern vier mögliche extreme Welten von morgen. Diese Analyse zeigte uns, wo künftig wesentliche Risiken und Chancen für uns liegen. Sie half uns, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, die zukünftigen Heraus­­forderungen gerecht wird.

… Ressourcen knapp werden?

Weltkugel ausgetrocknet (Graphic)

Solange das Wasser aus dem Wasserhahn kommt, können wir unbesorgt sein. Und solange Lebensmittel in den Supermärkten verfügbar sind, genießen wir die Auswahl. Doch was passiert in einer Welt, die von Knappheit geprägt ist?

Wenn Menschen zukünftig immer weniger Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen haben, beanspruchen die Länder ihre wenigen verfügbaren Rohstoffe und Güter für sich selbst. Der weltweite Handel geht stark zurück. Die Folge: Schwarzmärkte, Korruption und Tauschgeschäfte blühen. Auch die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter. Was wie eine Apokalypse klingt, könnte auch die Chance für einen echten Neuanfang bergen: Der Zwang, mit dem auszukommen, was vor Ort verfügbar ist, verändert die Lebensweise. Innovationen basieren auf der Wieder­­verwertung von Materialien. Lokale Produktion boomt. Die Gesundheits­­versorgung richtet sich nach den Bedürfnissen vor Ort.

Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Szenario also: das Überleben sichern.

... ein neuer “Kalter Krieg“ ausbricht?

Box-Handschuhe vor Weltkugel (Graphic)

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der mächtige und miteinander konkurrierende Blöcke den Welthandel beherrschen. Spannungen führen dazu, dass die internationale Zusammenarbeit nicht mehr funktioniert – auch bei Herausforderungen, die gemeinsame Lösungen erfordern, wie beim Klimawandel. Während der globale Handel immer weiter abnimmt, gewinnt die Rolle des Nationalstaats und seiner Institutionen stark an Bedeutung, was sich positiv auf die lokale Wirtschaft auswirkt.

In diesem Szenario sind nationale Regierungen gezwungen, individuelle Lösungen zu finden, um ihrer Bevölkerung Zugang zu Bildung und Arbeit zu verschaffen. Innovationen sind gefragt: soziale, organisatorische und technologische. Der Rückgang des internationalen Handels reduziert auch die weltweite Reisetätigkeit und verringert so die Ausbreitung von Krankheiten.

Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Szenario also: Lebensqualität für die eigene Bevölkerung sichern.

... die Technologie unser Leben bestimmt?

Elektronik und Figur vor Weltkugel (Graphic)

Wie wäre es, morgens um sechs Uhr durch die sanfte Vibration eines Mikrochips im Ohr aus dem Tiefschlaf geweckt zu werden? Dann leben wir in einer Welt, in der Wissenschaft und Technologie unser Dasein bestimmen – um nicht nur die menschlichen Spezies zu verbessern, sondern um auch dringendste Probleme der Menschheit zu lösen.

Die Welt befindet sich dabei in einem Wettlauf um die besten Technologien. Technische Innovationen gelten oft als Allheilmittel – ohne Ethik, Daten­­schutz und daraus folgende Risiken zu berücksichtigen. Dies ermutigt Wissen­­schaftler, bahnbrechende Anwendungen für Gesellschaft und Umwelt zu entwickeln – mit positiven, aber auch negativen Folgen für Mensch und Natur. Von den Fortschritten profitieren vor allem junge, gebildete und wohlhabende Menschen. Andere werden abgehängt.

Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Szenario also: technische Lösungen für jedes Problem, aber nicht für jeden Menschen.

... Unterneh­­men das Sagen haben?

Geld und Gebäude vor Weltkugel (Graphic)

Wie würde eine Welt aussehen, in der das Vertrauen in politische Institutionen weiter schwindet, die Probleme der Menschheit lösen zu können – und in der Unternehmen diese Lücke füllen?

Große Unternehmen schließen sich zu weltweiten Netzwerken zusammen und erarbeiten gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Zukunft. In dieser Welt wird der weltumspannende Handel durch Kapitalinvestitionen unterstützt – und durch ein verantwortungsvoll geführtes Finanzsystem gelenkt, in dem vornehmlich ökologische und soziale Kriterien berück­­sichtigt werden. Erneuerbare Energien überwiegen, echte Nach­­haltigkeit über alle Produktlinien und Prozesse hinweg ist ein Muss.

Die Kehrseite der Medaille: Weltweit agierende Unternehmen haben zu viel Macht angehäuft – politische Werte und individuelle Grundrechte geraten zunehmend in Gefahr. Auch wenn zahlreiche Herausforderungen rund um Nachhaltigkeit gelöst sind, wächst die soziale Ungleichheit.

Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Szenario also: mehr Macht für zukunftsorientiert handelnde Unternehmen, aber weniger Demokratie.

Was die Workshop-Teilnehmer denken (Video auf Englisch):

Spring zum Thema:

Unsere neue Nachhaltigkeitsstrategie

Klimaschutz, Ressourcenknappheit oder lückenhafter Zugang zu Arzneimitteln: Die Weltgemeinschaft – und auch unser Unternehmen – stehen vor großen Herausforderungen. Unsere Lösung: Wir wollen mithilfe von Wissenschaft und Technologie im Jahr 2030 einen Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt erreichen. Klingt unmöglich? Finden wir nicht! Denn das ist eines unserer drei neuen strategischen Nachhaltigkeitsziele, die wir 2020 formuliert – und in unserer Unternehmensstrategie verankert haben.

Fort­schritt für Menschen schaffen

Im Jahr 2030 erreichen wir durch nachhaltige Wissenschaft und Technologien Fortschritt für mehr als eine Milliarde Menschen.

Unsere Fokusfelder


Nachhaltige Innovationen und Technologien für unsere Kunden


Beitrag unserer Technologien und Produkte zu Gesundheit und Lebensqualität

Wert­schöpfungs­ketten nachhaltig gestalten

Bis 2030 verankern wir Nachhaltigkeit in allen unseren Wertschöpfungs­ketten.

Unsere Fokusfelder


Nachhaltigkeitskultur und Werte


Nachhaltigkeit und Transparenz in der Lieferkette


Gesellschaftliche Akzeptanz in allen Regionen sicherstellen

Unseren öko­logischen Fuß­abdruck redu­zieren

Bis 2040 wird Merck klimaneutral und reduziert seinen Ressourcen­verbrauch.

Unsere Fokusfelder


Klimawandel und Emissionen


Wasser- und Ressourcennutzung

Wir machen Nachhaltigkeit messbar

Woher wir wissen, wie nachhaltig unsere Produkte, Technologien oder Geschäftstätigkeiten tatsächlich sind – und wo wir ansetzen müssen, um uns zu verbessern? Antworten darauf ermitteln wir mit unserer Methode „Sustainable Business Value“. Dieses Werkzeug haben wir entwickelt, um sowohl positive als auch negative Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Gesellschaft zu bewerten. Entlang der kompletten Wertschöpfungskette untersuchen wir sieben Aspekte: Umwelt und Nachhaltigkeit, Wertschöpfung (wirtschaftlicher Wert), Gesundheit und Wohlbefinden der Verbraucher, Digitalisierung und Datenschutz, Werte und Ethik, Steuerungs- und Regelungssysteme (Governance) sowie gesellschaftliches Engagement.

Mehr erfahren SBV-Tool (Graphic)

Sustainable Development Goals

Mit unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen wir die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Diese Nachhaltigkeitsziele fordern die Menschheit dazu auf, die Grenzen unseres Planeten zu respektieren und eine Welt schaffen, in der Wohlstand und Frieden für alle möglich ist. Unser Ziel ist es, mit unserer Geschäftstätigkeit einen messbaren Mehrwert und einen nennenswerten gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Unser Schwerpunkt liegt auf den SDGs, auf die wir durch unser unternehmerisches Handeln den stärksten Einfluss haben.

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Die SDGs hören sich ambitioniert an. Wie wird ermittelt, ob und wann sie erreicht werden?

A

Alle zwei Jahre findet eine weltweite Konferenz statt, in der die UN-Mitgliedsstaaten demokratisch abstimmen, ob ein Ziel erreicht wurde oder nicht.

B

Das Erreichen der 17 Ziele und ihrer 169 Unterziele wird anhand von über 230 konkreten Indikatoren gemessen. Diese werden fortlaufend ausgeweitet und weiterentwickelt.

C

Ob die SDGs erreicht werden, wird anhand von Szenario-Workshops ermittelt. Eine Experten-Kommission gibt darin anhand gesellschaftlicher Trends Prognosen und Empfehlungen ab.

Die Statistische Kommission der Vereinten Nationen wurde beauftragt, gemeinsam mit den nationalen statistischen Ämtern global anwendbare Indikatoren für die Unterziele zu entwickeln. In Deutschland ist das Statistische Bundesamt (Destatis) mit der Koordination, Erhebung und Veröffentlichung dieser Daten betraut, um die Fortschritte Deutschlands bezüglich der SDGs zu dokumentieren.

Was uns bewegt

Mit unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie sind wir 2020 einen großen Schritt vorangekommen. Doch uns bewegen viele verschiedene Themen – allen voran die Covid-19-Pandemie, die uns herausfordert und auf die Probe stellt. Wir sind überzeugt: Wir haben viel gelernt und gehen gestärkt in die Zukunft.

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