Im Jahr 2019 haben wir den Future Insight Prize für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Feld der Pandemievorsorge an Pardis Sabeti von der Harvard University und dem Broad Institute sowie an James Crowe vom Vanderbilt University Medical Center verliehen.
Wie viele Wissenschaftler weltweit arbeiten sie und ihre Teams derzeit mit Hochdruck daran, Diagnostika und Therapieoptionen für COVID-19 zu identifizieren. Beide haben uns geschildert, wie der Future Insight Prize sie bei ihrer Arbeit unterstützt.
„Sobald die ersten Genome für COVID-19 im Januar veröffentlichtwurden, hat mein Team umgehend damit begonnen, neue Nachweistests zu entwickeln, zu testen und weltweit zur Verfügung zu stellen. Ermöglicht wurde dies Dank der großartigen Unterstützung durch den Merck Future Insight Prize.
Eine der größten Herausforderungen angesichts der Verbreitung von COVID-19 bestand zunächst darin, die Schnelltests dort bereitzustellen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Zweitens mussten neue und innovative Diagnostika entwickelt werden, die unsere Nachweismethoden grundlegend verändern könnten.
Der Merck Future Insight Prize hat unseren Bemühungen Vorschub geleistet. So konnten wir innerhalb kurzer Zeit Diagnostika in Nigeria, in Sierra Leone und im Senegal zur Verfügung stellen. Auf dieser Grundlage konnten wir unsere Unterstützung auf Krankenhauslabore in Massachusetts ausweiten, um dort dieselben Kapazitäten einzurichten.
Gleichzeitig gelang es uns, einen neuartigen CRISPR-basierten SHERLOCK-Diagnosetest für COVID-19 zu entwickeln. Mit Hilfe der fortlaufenden maßgeblichen Unterstützung von Merck arbeiten wir an molekularen Nachweistests für den Einsatz vor Ort, wie auch an der hochgradig multiplexen Assayplattform CARMEN 5000x, um weltweit bessere Resultate zu erzielen.“
Pardis Sabeti (Harvard University und Broad Institute of Harvard and MIT)
„Im Januar zeichnete sich ab, dass das neuartige Coronavirus aller Voraussicht nach weltweit Probleme verursachen würde. Zu dem Zeitpunkt war aber niemand wirklich darauf vorbereitet, Therapien für dieses Virus zu entwickeln, da es keine Reagenzien, keine bereits Immunität gegen das Virus erworbene Probanden und vor allem keine finanzielle Förderung der Forschung gab. Dank der Unterstützung und Zielsetzung des Future Insight Prize von Merck konnten wir uns sofort und mit Hochdruck der Forschung nach humanen Antikörpern widmen. Der erste US-amerikanische COVID-19-Patient landete am 15. Januar am Seattle-Tacoma International Airport. Die erste Forschungsprobe dieses Indexfalls erhielten wir am 26. Januar. Bis zum 7. Februar hatten wir bereits erste humane Antikörpersequenzen gewonnen. Wir charakterisieren derzeit Tausende humaner Antikörper, um aus ihnen die für ein Therapeutikum vielversprechendsten auszuwählen, die in diesem Sommer in klinische Studien überführt werden können.“
James Crowe (Vanderbilt University)
In diesem Interview (veröffentlicht am 1. März) spricht James Crowe darüber, wie er darum kämpft, Pandemien einzudämmen, und sein Ziel: ein Medikament, das Millionen Menschen das Leben retten kann.