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Gesprächs- und Informationsforen
So gibt es Gesprächs- und Informationsforen, die wir mit Anwohnern großer Standorte eingerichtet haben. Eines der Ziele unserer in Darmstadt ausgerichteten Rahmenplanungstreffen ist es, Transparenz über die Entwicklung des Unternehmens am Standort zu schaffen. 2009 und 2010 standen der Rückbau bestehender Gebäude, Sanierungsmaßnahmen und die Entwicklung der Freiflächen und Grünanlagen im Mittelpunkt der Gespräche. Im schweizerischen Corsier-sur-Vevey fanden im Rahmen des Ausbaus unserer dortigen biotechnologischen Produktion Gespräche mit NGOs und den lokalen Behörden statt, um größtmögliche Transparenz während der gesamten Planungs-, Bau- und Fertigstellungsphase sicherzustellen. Für den Bau hatte Merck sich zur Umsetzung hoher, über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehender Umwelt- und Sicherheitsstandards verpflichtet. Die Treffen, die auch 2011 weiter stattfinden, dienen der regelmäßigen Diskussion und Überprüfung der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. Da Merck die Planungen transparent darlegt und vereinbarte Maßnahmen fristgerecht umsetzt, konnte Vertrauen geschaffen werden, so dass die Gespräche entsprechend sehr positiv verliefen.
 
Stakeholder-Befragungen
Unsere Mitarbeiter und Kunden befragen wir regelmäßig dazu, wie sie Merck als Unternehmen, auch im Bereich seiner unternehmerischen Verantwortung, sehen und welche Erwartungen sie haben. Im Januar 2010 wurden alle Mitarbeiter um ihr Feedback zu Merck als Arbeitgeber gebeten, 28.000 Mitarbeiter (zu diesem Zeitpunkt 84 % der Belegschaft) nahmen an der Befragung teil. Bei der Konzeption der Arbeitgebermarke wurde eine Befragung unter mehr als 1.000 Personen (Mitarbeiter, Kandidaten, Personalvermittler) durchgeführt. Im August 2009 wurden 583 Stakeholder im Rahmen einer Reputationsstudie zur Wahrnehmung von Merck Serono allgemein und seiner unternehmerischen Verantwortung befragt. Außerdem wurden 19 sorgfältig ausgewählte Stakeholder im Juli/August 2010 zur Ermittlung relevanter CR-Themen für Merck interviewt.
 
Merck Millipore’s Sustainability Stakeholder Advisory Group
Anfang 2010 hat Millipore die Sustainability Stakeholder Advisory Group (SSAG) ins Leben gerufen – ein Forum für den Dialog mit externen Stakeholdern zur Nachhaltigkeitsstrategie. Die Aufgabe des SSAG war, die bisherige Nachhaltigkeitsberichtserstattung von Millipore zu bewerten und Verbesserungen anzuregen. Ein wichtiges Ziel war daneben, den wichtigen Stakeholdern des Unternehmens einen Einblick in die übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie zu geben und die Beziehungen zu ihnen zu stärken.
Das fünfköpfige Beratungsgremium setzt sich aus Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, die eine breite Erfahrung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie der strategischen Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, aber auch mit anderen ökologischen und sozialen Themen haben. 
Als Ergebnis der Gespräche wurden die Nachhaltigkeitsthemen mit der größten Relevanz für Millipore sowie wesentliche Chancen und Risiken für das Unternehmen identifiziert. Außerdem erarbeitete das Gremium konkrete Vorschläge für die Verbesserung des Nachhaltigkeitsberichts. Darüber hinaus wurden Empfehlungen für die strategische Ausrichtung ausgesprochen. Während zum Beispiel Themen wie Energie und Wasser eine zunehmende Herausforderung für die Geschäftstätigkeit von Millipore darstellen, eröffnen die Themen Gesundheit der Mitarbeiter und Work-Life-Balance Chancen für das Unternehmen.
Die identifizierten Themen decken sich mit denen, die im Rahmen von Stakeholderbefragungen und Workshops Mitte 2010 für Merck ermittelt wurden. Die Berichterstattung über diese Themen wird nach der Akquisition von Millipore im Juli 2010 nun im gemeinsamen Corporate Responsibility Bericht der Merck-Gruppe fortgeführt.
Auch künftig wird Merck Millipore das SSAG bei Bedarf beratend einbeziehen, beispielsweise bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und der Ausrichtung auf die konzernweite Vision und die Ziele von Merck.
 
Fachspezifische Dialoge
Durch unsere tägliche Arbeit haben wir mit vielen gesellschaftlichen Gruppen Kontakt. Die Dialoge werden zumeist direkt aus den  Fachabteilungen bei Merck heraus organisiert und durchgeführt. Ein Beispiel ist die „Bioethics Hearing Group“, die im November 2009 zusammenkam. Bioethiker, Ärzte und Forscher diskutierten mit Unternehmensvertretern ethische und gesetzliche Fragestellungen von Forschungsansätzen für die Behandlung der Unfruchtbarkeit.
Merck engagiert sich in verschiedenen branchenspezifischen und öffentlichen Netzwerken zu Themen der öffentlichen Gesundheit.
Merck Serono hat dem African Network of Drugs and Diagnostics Innovation (ANDI) einen Vorschlag für ein gemeinsames Projekt vorgelegt, der derzeit bewertet wird. Merck ist außerdem Mitglied des „Geneva Innovation Network“ und beteiligt sich an Diskussionen zu Fragen der öffentlichen Gesundheit in Entwicklungsländern.
Darüber hinaus steht Merck Serono in Dialog mit Stakeholdern und führt Diskussionen über das ANDI als Schnittstelle mit dem Ziel, neue Forschungsaktivitäten und Wissenstransfer zu realisieren, um neue Behandlungen für Krankheiten in Entwicklungsländern zu entwickeln.
Des Weiteren ist Merck Mitglied im Rx-360, einem Konsortium international agierender Pharmahersteller und -lieferanten, das durch Einführung eines globalen Qualitätskontrollsystems Produktfälschungen verhindern will. 2009 war Merck Gastgeber des ersten globalen „Open Day Meetings“ des Konsortiums Rx-360, auf dem Fortschritte und Handlungsbereiche diskutiert wurden.
Wissenschaftlicher Austausch wird bei Merck wertgeschätzt und gilt als grundlegendes Element jedes globalen Ansatzes zu Fragen der öffentlichen Gesundheit. Wir nehmen aktiv an Konferenzen teil, wie den Jahrestagungen des ANDI (zuletzt am 19.11.2011 in Addis Abeba/Äthiopien), oder am Geneva Health Forum (GHF), das ebenfalls regelmäßig von Merck Serono gesponsert wird. 2010 wurden von Merck Serono zwei Sitzungen zum Thema Arzneimittelfälschung und Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln organisiert. Merck wird auch an der nächsten Konferenz vom 18.-20. April 2012 teilnehmen. Merck Serono engagiert sich des Weiteren im Geneva Global Health Innovation Network mit Kontakt zu Hauptakteuren des globalen Gesundheitsbereichs.
Neben unserer Teilnahme an Kongressen fördern wir auch den Dialog, indem wir Initiativen ergreifen, um den öffentlichen und den privaten Sektor zusammenzubringen. 2011 lud Merck international renommierte Experten aus dem Bereich Zugang zu Arzneimitteln ein, um mit ihnen über bestimmte gesundheitsbezogene Herausforderungen weltweit zu debattieren. Zu den behandelten Themen gehörten Patienten und Zugang zu Arzneimitteln in Entwicklungsländern, Herausforderungen im Zusammenhang mit klinischen Studien in Entwicklungsländern, Herausforderungen an die Preisgestaltung in Entwicklungsländern, der ATM-Index und Transparenz, Governance-Herausforderungen von Pharmaunternehmen im Bereich Zugang zu Gesundheit, Herausforderungen gestaffelter/differenzierter Preisgestaltung, mögliche Allianzen und Partnerschaften und die Rolle von Spenden.
2009 war Merck Serono Gastgeber, Sponsor und Mitorganisator einer BioAlps-Konferenz zu Infektionskrankheiten. 350 Teilnehmer wissenschaftlicher Institutionen, internationaler Organisationen (z.B. WHO) und NGOs vertieften sich in Diskussionen zu Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS.
 

HINWEIS:

Auf dieser Seite finden Sie – mit einem „+“ gekennzeichnet – zusätzlichen Inhalt im Vergleich zu unserem gedruckten CR-Bericht 2011.