Unser gesellschaftliches Engagement setzt hauptsächlich dort an, wo wir aufgrund unseres Kerngeschäfts über besondere Problemlösungskompetenz verfügen. So engagieren wir uns in Gesundheitsprojekten für sozial benachteiligte Menschen. Wir leisten einen Beitrag bei der Förderung von Bildung, speziell im Bereich der Naturwissenschaften und engagieren uns in den Bereichen Kultur und Sport im Umfeld unserer Standorte. Und im „Fall der Fälle“ leisten wir Katastrophenhilfe, speziell in jenen Regionen, in denen wir tätig sind. Um die Effektivität unserer Projekte zu erhöhen, haben wir unsere Ressourcen in drei globalen Leuchtturmprojekten gebündelt:
Im „Merck-Praziquantel-Spendenprogramm“ bekämpfen wir gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Wurmerkrankung Bilharziose bei afrikanischen Schulkindern.
Der „Global Pharma Health Fund“, eine gemeinnützige Initiative von Merck, bekämpft Arzneimittelfälschungen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Die „Philharmonie Merck“ ist der musikalische Botschafter unseres Unternehmens.
Zusätzlich führen unsere Landesgesellschaften lokale Projekte durch, in denen sie sich engagieren. Wir haben Kriterien für die Projektauswahl definiert, die Entscheidung für bestimmte Projekte liegt bei unseren Gesellschaften vor Ort. Für die Koordination der globalen Leuchtturmprojekte ist die Gruppenfunktion Corporate Communications in Darmstadt verantwortlich. Die Geschäftsleitung wird regelmäßig über den Fortschritt der Projekte informiert.
Wir führen seit 2008 – damals bezogen auf die Aktivitäten im Jahr 2007 – jährlich weltweite Bestandsaufnahmen durch, um messen zu können, wie sich unser gesellschaftliches Engagement regional verteilt, welche Schwerpunkte und Ziele es hat und wie es sich über die Zeit entwickelt. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 2010 für das gesellschaftliche Engagement 6,9 Millionen Euro aufgewendet. Aktivitäten, die vorrangig dem Marketing unserer Produkte dienen, sind in dieser Zahl nicht enthalten. Spenden an Patientenorganisationen in Europa erfassen wir separat und veröffentlichen diese auf unseren
Internetseiten.
Von den monetären wie nicht-monetären Spenden unserer Landesgesellschaften im Jahr 2010 wurden 37 % in Asien, 29 % in Europa und je 17 % in Lateinamerika und Nordamerika getätigt.
Seit dem Jahr 2008 arbeiten wir darüber hinaus am Projekt der Bertelsmann-Stiftung zum gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen mit. Es wurde eine Methode zur Messung und Bewertung gesellschaftlichen Engagements erarbeitet, um die Wirkung von Projekten besser einschätzen zu können. Diese Methode haben wir auf unser Spendenprogramm zur Bekämpfung der Bilharziose angewendet und können den Fortschritt des Projektes im Evaluationsmodell bewerten.