Eine Tablette gegen Würmer

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Im Jahr 2007 hat sich Merck dazu verpflichtet, 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel...mehr

Im Jahr 2007 hat sich Merck dazu verpflichtet, 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel an die WHO für die Verteilung an vor allem afrikanische Schulkinder zu spenden. Ursprünglich bis zum Jahr 2017 begrenzt, wollen wir unser Engagement im Kampf gegen Bilharziose nun unbefristet bis zur Ausrottung der Krankheit in Afrika fortsetzen.

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Im Jahr 2007 hat sich Merck dazu verpflichtet, 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel an die WHO für die Verteilung an vor allem afrikanische Schulkinder zu spenden. Ursprünglich bis zum Jahr 2017 begrenzt, wollen wir unser Engagement im Kampf gegen Bilharziose nun unbefristet bis zur Ausrottung der Krankheit in Afrika fortsetzen.

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Im Jahr 2007 hat sich Merck dazu verpflichtet, 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel an die WHO für die Verteilung an vor allem afrikanische Schulkinder zu spenden. Ursprünglich bis zum Jahr 2017 begrenzt, wollen wir unser Engagement im Kampf gegen Bilharziose nun unbefristet bis zur Ausrottung der Krankheit in Afrika fortsetzen.

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Im Jahr 2007 hat sich Merck dazu verpflichtet, 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel an die WHO für die Verteilung an vor allem afrikanische Schulkinder zu spenden. Ursprünglich bis zum Jahr 2017 begrenzt, wollen wir unser Engagement im Kampf gegen Bilharziose nun unbefristet bis zur Ausrottung der Krankheit in Afrika fortsetzen.

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+ Praziquantel: Kampf gegen Bilharziose

Über 200 Millionen Menschen leiden in Afrika an der weitverbreiteten tropischen Wurmerkrankung Bilharziose. Mehr als 200.000 Menschen sterben jedes Jahr an dieser tückischen Krankheit. Vor allem bei Kindern sind die Auswirkungen einer Infektion schwerwiegend, da Bilharziose das Wachstum vermindert, die Lernfähigkeit einschränkt und zu Blutarmut führt. Übertragen wird die Krankheit in stehenden Gewässern, wo sich Menschen beispielsweise beim Baden, Fischen oder Wäschewaschen mit Wurmlarven infizieren. Diese bohren sich in die menschliche Haut, dringen in die Blutgefäße ein und befallen die inneren Organe. Bei Kindern ist die Infektionsrate besonders hoch.
Die Vereinten Nationen haben die Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten im Jahr 2000 zum  „Millenniumsziel“ erklärt. Bis 2015 sollen deutliche Fortschritte gemacht werden. Unentbehrliche Arzneimittel sollen zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Die Weltgesundheitsversammlung – sie ist das höchste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – hat zudem im Jahr 2001 eine Resolution angenommen, die vorsah, bis 2010 mindestens 75 % der in Folge von Wurminfektionen lebensbedrohlich erkrankten Schulkinder behandelt und geheilt zu haben. Dieses Ziel wurde deutlich verfehlt. Darum muss der Kampf gegen Bilharziose weitergehen und verstärkt werden.
Seit 2007 unterstützen wir die WHO dabei, Bilharziose in 14 afrikanischen Ländern zu bekämpfen. Seit dem Start des Programms wurden bis heute insgesamt 80 Millionen Tabletten verteilt und 19 Millionen Kinder behandelt. Allein im Jahr 2011 wurden in neun afrikanischen Ländern rund 25 Millionen Praziquantel-Tabletten zur Verfügung gestellt und mehr als 5 Millionen Kinder gegen Bilharziose behandelt.
 

Im Jahr 2007 hat sich Merck dazu verpflichtet, 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel an die WHO für die Verteilung an vor allem afrikanische Schulkinder zu spenden. Damit sollten 27 Millionen Kinder in den am stärksten betroffenen Ländern Afrikas gegen Bilharziose behandelt werden. Der Wert dieser Spendenzusage belief sich auf 19 Millionen US-Dollar (inklusive Logistik-Kosten, die ebenfalls von Merck getragen werden).

Ursprünglich bis zum Jahr 2017 begrenzt, will Merck sein Engagement im Kampf gegen Bilharziose nun unbefristet bis zur Ausrottung der Krankheit in Afrika fortsetzen. Dazu plant Merck, die Anzahl der jährlich gespendeten Tabletten mit dem Wirkstoff Praziquantel von 25 Millionen auf mittelfristig bis zu 250 Millionen zu erhöhen.

Praziquantel ist dabei gut verträglich und die bisher wirksamste Therapie bei Bilharziose. Darum hat die WHO den Wirkstoff auch auf die Liste unentbehrlicher Arzneimittel gesetzt. Merck hat Praziquantel in den 1970er-Jahren gemeinsam mit Bayer entwickelt. Die Tabletten produziert unser Werk in Mexiko, die WHO sorgt für die Verteilung vor Ort.


Begleitend zu den Tablettenspenden unterstützt Merck ein Bildungsprogramm an afrikanischen Schulen, das mit Hilfe eines Comic-Booklets und eines dazugehörigen Posters über die Ursachen von Bilharziose und mögliche Präventionsmaßnahmen aufklärt. Im Rahmen eines Pilotprojektes an Schulen  im Senegal und in Malawi werden seit  Mitte 2011 Erfahrungen mit dem Bildungsprogramm gesammelt.
Im Rahmen der Erweiterung des Spendenprogramms arbeitet Merck auch an der Verbesserung der bisherigen Formulierung. Dazu gehört vor allem ein Tabletten-Coating, durch das die Schulkinder das Medikament besser schlucken können und es vor äußeren Einflüssen besser geschützt ist. Zudem wurde der Geschmack kindgerecht mit einer Fruchtnote verändert und die Tablettengröße verringert.
Merck ist auch im Bereich Forschung & Entwicklung aktiv, um eine pädiatrische Formulierung von Praziquantel zu entwickeln, die zu einer verbesserten Akzeptanz der Therapie und besseren Behandlungsergebnissen führen werden. In einer Partnerschaft mit der  WHO in der Forschung zu Tropenkrankheiten (WHO-TDR, Tropical Disease Research) werden darüber hinaus Möglichkeiten neuer Therapien für weitere vernachlässigte Tropenkrankheiten wie Malaria untersucht, für die bereits eine Leitsubstanz identifiziert wurde.
Das Merck-Praziquantel-Spendenprogramm (MPDP) wird in Kooperation mit der WHO durchgeführt, wobei jeder Partner seine speziellen Fachkenntnisse einbringt. Im Rahmen dieses Programms ist Merck für die Bereitstellung der Tabletten an die WHO zuständig und übernimmt die Logistikkosten für den Transport der Tabletten nach Afrika. Die WHO steuert, überwacht und erfasst die Verteilung der Praziquantel-Tabletten.
Die WHO liefert länderspezifische Daten zur Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) und Behandlungsdichte der Länder, in denen das Praziquantel-Spendenprogramm von Merck eingeführt wurde. Darüberhinaus legt die WHO die Anzahl der im Verlauf des Projekts wiederholt behandelten Schulkinder offen und belegt damit den nachhaltigen Erfolg der Behandlung. Die jeweiligen landesspezifischen Daten können der WHO PCT databank entnommen werden.

Einmal im Jahr trifft sich ein Lenkungsausschuss aus Mitgliedern der WHO und von Merck, um den Fortschritt zu überprüfen und über die weitere Entwicklung des Merck-Praziquantel-Spendenprogramms zu entscheiden.

 
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