+ GHS & REACH

Wir stehen derzeit vor der Herausforderung, die Europäische Chemikalien-Verordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals) sowie die globale Kennzeichnungsrichtlinie der Vereinten Nationen GHS (Globally Harmonized System) umzusetzen.
Seit Inkrafttreten der EU-Verordnung REACH am 1. Juni 2007 obliegt die Verantwortung für die Prüfung der Chemikaliensicherheit den Herstellern und Importeuren statt wie bisher den nationalen Behörden. REACH hat das Ziel, die Sicherheit bei der Verwendung von Chemikalien weiter zu verbessern. Alle Stoffe, die mit einem Volumen von mehr als einer Tonne pro Jahr in der Europäischen Union produziert oder in die EU importiert werden, sind bei der EU-Chemikalienagentur ECHA zu registrieren.
GHS ist ein global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien, mit dem Ziel weltweit bestehende unterschiedliche Einstufungs- und Kennzeichnungssysteme zu harmonisieren. In der EU ist GHS  am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Mit GHS gibt es erstmals eine weltweit einheitliche Basis für die Bewertung von stofflichen Eigenschaften. GHS schafft so die Voraussetzung für ein weltweit hohes Schutzniveau der menschlichen Gesundheit und der Umwelt.
Bis zur ersten Registrierungsfrist am 1. Dezember 2010 wurden von Merck im Rahmen von REACH rund 100 Stoffe registriert – neben den Pflichtstoffen der Registrierphase I auch solche, die erst eine spätere Frist haben. Zum anderen wurden etwa 4.200 Stoffe nach der GHS-Verordnung neu eingestuft und gekennzeichnet sowie mit neuen Sicherheitsdatenblättern gemäß dem novellierten Anhang II der REACH-Verordnung ausgestattet. Anfang des Jahres 2011 haben wir alle importierten und selbst hergestellten Stoffe in das Einstufungs- und Kennzeichnungsinventar der Europäischen Chemikalienagentur ECHA gemeldet.
Seit 2010 finden unsere Kunden alle Informationen zur Verwendung unserer Produkte transparent in unserem Chemie-Portal. Merck hat im Jahr 2010 das Programm ScIDeEx® basierend auf dem von der ECHA anerkannten ECETOC TRA2 entwickelt. Mit ScIDeEx® kann der Anwender berechnen, ob die Verwendung einer Chemikalie aus Sicht der Exposition als sicher bewertet werden kann. Dies ist wichtig, wenn die Arbeitsplatzbedingungen vom Expositionsszenario des Sicherheitsdatenblattes abweichen. Das Programm werden wir in 2011 im Merck Chemie-Portal öffentlich zur Verfügung stellen.
 

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HINWEIS:

Auf dieser Seite finden Sie – mit einem „+“ gekennzeichnet – zusätzlichen Inhalt im Vergleich zu unserem gedruckten CR-Bericht 2011.