Um in unserem Pharma-Marketing weltweit ein professionelles und transparentes Verhalten zu sichern, beachten wir nicht nur die zahlreichen gesetzlichen Regelungen, sondern haben uns einen eigenen Verhaltenskodex gegeben. Außerdem gelten die Branchenregeln des internationalen Dachverbands (IFPMA – International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations), des europäischen Dachverbands (EFPIA – European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) sowie der lokalen Industrieverbände. Die „Merck Pharmaceutical Marketing Best Practices” definieren international verpflichtende Standards, beispielsweise für Produktwerbung und Sponsoring. Neben den internationalen Standards gibt es auch länderspezifische Regeln.
Daneben gilt seit Februar 2010 für alle Merck-Serono-Gesellschaften weltweit die Richtlinie „Promotional Materials“, die die Überprüfung und Genehmigung von Werbematerialien durch die Zentralabteilungen Medical, Regulatory und oder Legal vorsieht. Die Richtlinie dient dazu, sicherzustellen, dass Werbematerialien mit den weltweiten Pharmaregularien innerhalb Merck Serono übereinstimmen.
Länderspezifische Regeln ergänzen die internationalen Standards: Für die Mitarbeiter der deutschen Organisation gilt zusätzlich eine interne Richtlinie für den Umgang mit Ärzten, Krankenhäusern, Apothekern und anderen Angehörigen der Fachkreise sowie Patientenorganisationen. Als Mitglied des deutschen „Verbands Forschender Arzneimittelhersteller“ (VFA) gehört Merck zu den Gründungsmitgliedern des vom VFA im Februar 2004 ins Leben gerufenen Vereins „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie“ (FSA). Der Verein überwacht als Selbstkontrollorgan – auf Grundlage eines Verhaltenskodexes – Inhalt und Ausgestaltung von Kooperationen der Mitglieder mit Fachkreisen und Patientenorganisationen. Bei vermuteten Verstößen gegen den Kodex können Mitglieder und Dritte bei einer Schiedsstelle Beanstandungen einreichen. Bisher gab es keine Beanstandungen, die Merck betrafen.
Für sämtliche Aktivitäten von Merck im pharmazeutischen Bereich, die Auswirkungen auf den US-Markt haben, gilt seit Februar 2010 die Richtlinie „Pharmaceutical Operations of Merck KGaA and Merck Serono S.A. in the United States“. Diese fordert die Übereinstimmung mit den dortigen Gesetzen, Regelungen und regulatorischen Vorgaben. Derzeit werden die Mitarbeiter zur Anwendung der Richtlinie geschult. Eine Online-Schulung ist in Entwicklung und wird voraussichtlich 2011 verfügbar sein.
Wir würdigen die wichtige Rolle, die Patientenorganisationen bei der Unterstützung von Patienten und der Informationsweitergabe an Patienten und Betreuende spielen. Deshalb fördern wir die Aufklärungsarbeit verschiedener Organisationen mit Spenden und Fördermitteln, um sie so zur Fortsetzung ihrer Arbeit anzuspornen. Damit strebt Merck ausdrücklich nicht an, Einfluss oder Kontrolle auf die Informationen zu nehmen, die die Organisationen an ihre Mitglieder kommunizieren. Für umfassende Transparenz veröffentlichen wir die Zuwendungen für europäische Patientenorganisationen jährlich aktualisiert auf unserer Webseite.