Nanotechnologie

Die Nanotechnologie ist ein hochinnovatives Entwicklungsfeld, in dem Strukturen erforscht und genutzt werden, die 50.000-mal dünner sind als ein menschliches Haar. Nanotechnologie ermöglicht es, Materialien mit völlig neuen Eigenschaften, Leistungen und Funktionen für vielfältige
Anwendungsbereiche herzustellen. Da es sich um ein junges Forschungsfeld handelt, werden weltweit neben den Chancen auch die Risiken kontrovers diskutiert.
Merck erforscht und entwickelt Nanomaterialien. In der Chemie können Produkte durch den Einsatz von nanoskaligen Materialien verbessert, Produkte mit neuen Funktionalitäten und Eigenschaften entwickelt sowie die Effizienz der Nutzung von Ressourcen und Energie erhöht werden. Im pharmazeutischen Bereich erforschen wir in Zusammenarbeit mit externen Partnern die Nutzung von Nanomaterialien zur Verbesserung von Therapiemöglichkeiten. Außerdem untersuchen wir gegenwärtig im Rahmen von europäischen Forschungsgemeinschaften die Eignung von Nanopartikeln als Transporter für Arzneimittelwirkstoffe.
Neben den Chancen, die uns die Nanotechnologie bietet, betrachten wir auch mögliche Risiken aufmerksam. Aus diesem Grund stehen wir zu diesem Thema in intensivem Dialog mit anderen Unternehmen, Verbänden und Behörden. Wir verfolgen das Prinzip der Vorsorge und nehmen Fragen zur Sicherheit von Nanomaterialien ernst.
Ende 2008 hat Merck eine entsprechende Richtlinie („Policy for Use and Handling of Nanomaterials“) in Kraft gesetzt. Im Jahr 2010 wurde diese überarbeitet und weiterentwickelt. Diese konzernweit gültige Richtlinie regelt den Umgang mit Nano-Materialien – ganz gleich, ob aus Pharma- und Chemielabors, Produktion, Abfüllung oder Warenlagern.
Bei Herstellung und Verarbeitung der Produkte achten wir streng auf die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen und der darüber hinaus geltenden Standards, wie Leitfäden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie des Verbandes der Chemischen Industrie.