Innovative Produkte
Merck greift bei der Entwicklung innovativer Produkte die vielfältigen ökologischen und sozialen Herausforderungen einer globalisierten Welt auf. Spezialchemikalien von Merck leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass unsere Kunden Energie und Ressourcen einsparen und somit einen
Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten können.
Information und KommunikationDie Flüssigkristalle (Liquid Crystals, LC) in Computerbildschirmen und Fernsehgeräten sorgen nicht nur für eine hohe Bildqualität – gegenüber Geräten mit Kathodenstrahlröhren und Plasmabildschirmen verbrauchen sie auch weniger Energie pro Flächenmaß. Mit unseren innovativen Materialien für die PS-VA-Technologie (Polymer Stabilised Vertical Alignment) haben wir der nächsten Generation von LC-Displays den Weg bereitet. Diese Technologie bietet eine noch bessere Energieeffizienz, da die Hintergrundbeleuchtung signifikant reduziert werden kann.
LichtquellenModerne Lichtquellen wie LEDs (lichtemittierende Leuchtdioden) und OLEDs (organische Leuchtdioden) sind Schlüsseltechnologien zur Senkung des Energieverbrauchs in der Beleuchtung. Außerdem enthalten die mit LEDs ausgestatteten „Go green“-Produkte kein Quecksilber – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Umwelt.
PhotovoltaikUnter dem Schlagwort „Working with sunshine™“ gruppieren sich künftig alle Aktivitäten von Merck zur Photovoltaik. Diese ist ein wichtiges Feld der nachhaltigen Energiegewinnung, deshalb möchten wir uns künftig noch stärker engagieren.
Die von Merck entwickelte Beschichtung mit Solarpur® erhöht die Transmission der Schutzgläser von Photovoltaikmodulen, so dass mehr Licht in Strom umgewandelt werden kann. In der organischen Photovoltaik versuchen wir, das nur mit hohem Energieaufwand herzustellende und teure Solar-Silizium durch Kunststoffe zu ersetzen. Gelingt hier der Durchbruch, könnten die Produktionskosten für Solarzellen bedeutend sinken und diese zu einem Massengut werden.
Unter der Marke Iisicon® entwickeln und vertreiben wir druckfähige, elektrisch aktive Polymere zur Herstellung leichter, flexibler und kostengünstiger Solarzellen.
EnergiespeicherungBei der Nutzung erneuerbarer Energien und neuer Technologien zur Energiegewinnung ist Energiespeicherung ein zentrales Thema. Die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz werden in Zukunft den Bedarf an hochenergetischen und leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien stark ansteigen lassen. Es wird geschätzt, dass bis 2020 etwa 15 % aller Fahrzeuge in Deutschland elektrisch angetrieben werden.
Stationäre Stromspeicher in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, aber auch Hybridfahrzeuge stellen dabei hohe Anforderungen an die verwendeten Batterien und die entsprechenden Batteriematerialien.
Kampagne „Sustainable Protection“ in der Sparte Life-ScienceIm Jahr 2010 startete Merck Millipore die Kampagne „Sustainable Protection“, die die vielfältigen Aktivitäten der Sparte bündelt. Wir konzentrieren uns dabei auf die Sicherheit für den Anwender, den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen und den Umweltschutz. Die Kernidee der Kampagne ist,
den ökologischen Fußabdruck unserer Chemieprodukte kontinuierlich zu reduzieren. Außerdem wird der Einsatz von Bioplastik geprüft, der vollständig biologisch abbaubar und kompostierbar ist. Zur Anwendung kommt Bioplastik bereits für den Reagenzglashalter EcoStand®. 2011 werden wir Analysen zur Ökoeffizienz für verschiedene Plastikarten abschließen und weitere Einsatzmöglichkeiten in unseren Produkten prüfen.
Green3 und Green Product Policy in der Sparte Liquid ChrystalsSeit 2010 bieten wir den Kunden der Geschäftseinheit Liquid Crystals mit dem Konzept Green³ ein umfassendes Paket an: Wir entwickeln innovative, umweltfreundliche Materialien für energieeffiziente Bildschirme. Wir helfen unseren Kunden, ihre Produktionsabläufe umweltfreundlich
zu gestalten und wir unterstützen sie bei der Herstellung umweltfreundlicher LC-Displays. Dazu haben wir beispielsweise ökoeffiziente und WEEE-konforme (EU Waste Electrical and Electronic Equipment Directive) Verwertungsverfahren für gebrauchte LC-Displays entwickelt. Integraler Bestandteil dieses Konzepts ist unsere Green Product Policy, mit der wir uns sowohl zur Einhaltung aller internationaler und länderspezifischer Gesetze und Regulierungen (REACH, RoHS) als auch zur Einhaltung von freiwilligen Substanzverboten und Selbstbeschränkungen bestimmter Industrien oder einzelner Kunden verpflichten, wie beispielsweise der „Halogen-free Policy“. Gleichzeitig verbietet unsere freiwillige Sicherheitspolitik die Verwendung akut toxischer, mutagener und anderweitig gefährlicher Stoffe, die im Endprodukt verbleiben.
Das Green³-Konzept soll im Jahr 2011 auch auf den Kosmetikbereich von Performance Materials ausgeweitet werden.
ForschungskooperationenMerck beteiligt sich an der Forschungsinitiative zum Exzellenzcluster Organische Photovoltaik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel ist die deutliche Steigerung des Wirkungsgrades von organischen Solarzellen.
Merck engagiert sich in verschiedenen Forschungskonsortien bei der Entwicklung neuer Elektrolytmaterialien, um die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Lithium-Ionen- Batterien und damit die Speichermöglichkeiten zu verbessern. Gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg haben wir im November 2010 ein Projekt zur Entwicklung und Herstellung neuer Batteriematerialien gestartet. Im einem gemeinsam betriebenen Konzeptlabor sollen fundamental neue Leitsalze für Lithium-Ionen-Batterien für Hybrid und Elektroautos entwickelt werden.
Seit 2010 beteiligt sich Merck an der Forschungsinitiative „IL-WIND Entwicklung Ionic Liquid-basierter Schmierstoffe für Windkraftanlagen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Herausforderung lautet, neuartige, auf ionischen Flüssigkeiten basierende Schmierstoffe für Windkraftanlagen zu entwickeln, um deren Leistung zu steigern. Merck bringt als Konsortialführer des Projektes umfassendes Know-how in der Entwicklung ionischer Flüssigkeiten ein.