Als Arbeitgeber ist es uns eine Verpflichtung, arbeitsbedingte Erkrankungen und Unfälle zu vermeiden. Für den Arbeits- und Gesundheitsschutz unserer Belegschaft streben wir unternehmensweit einheitliche Mindestkriterien an, die sich an den Standards der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und des Responsible Care®-Programms der Chemieindustrie orientieren. Seit 1995 gilt die unternehmensweite „
EHS Policy“ („Principles and Strategies for Health, Safety and the Environment”), die regelmäßig aktualisiert wird. Für unsere Standorte in Deutschland gilt seit 1997 eine „Betriebsvereinbarung über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“. Unser 2010 neu definiertes Ziel ist es, die „Lost Time Injury Rate“ (LTIR – Anzahl der Arbeitsunfälle mit Arbeitsausfallzeit bezogen auf 1 Million Arbeitsstunden) bis 2015 auf 2,5 zu senken. Dies wollen wir vor allem über die Reduktion von Unfällen, deren Ursache auf Fehlverhalten zurückzuführen ist, erreichen.
Arbeitsschutz ist integraler Bestandteil des EHS-Managementsystems. Wir führen regelmäßige interne Audits an den Standorten durch. Monatlich werden Daten über das Merck-spezifische Datenmanagementsystem LION erfasst und im Intranet veröffentlicht. Über das „Rapid Incident Report System” sind alle Merck-Gesellschaften verpflichtet, relevante Unfälle ad hoc nach Darmstadt zu melden. Die Unfallursachen werden zentral evaluiert, andere potenziell betroffene Standorte werden über Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung ähnlicher Unfälle informiert. Insbesondere für Unfälle mit Chemikalien gibt es Anweisungen für die notfallmedizinische Behandlung. 2010 konnten wir die Anzahl der Arbeitsunfälle je 1 Million Arbeitsstunden auf 3,0 (Vorjahr: 3,4) senken. Dies zeigt, dass wir durch unsere gezielten Maßnahmen kontinuierlich Fortschritte auf dem Gebiet der Unfallprävention machen. Trotz unserer Anstrengungen, Unfälle zu verhindern, ereignete sich im Jahr 2010 ein Unfall mit Todesfolge – eine Außendienstmitarbeiterin starb in Kolumbien bei einem Autounfall an ihren Verletzungen.
Über den Arbeitsschutz hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern ein unternehmensinternes Programm zum präventiven Gesundheitsschutz. Die Bewertung der Ergonometrie am Arbeitsplatz ist Teil unseres weltweiten EHS-Managements. Wir setzen auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und unterstützen ihr Gesundheitsbewusstsein durch lokale Angebote. Dazu gehören Fitnessangebote, Informationen zu gesunder Ernährung. z. B. „Fit@Merck” in Deutschland oder Maßnahmen zur Früherkennung von Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs.
Auf den Fall einer Pandemie haben wir uns miteiner Policy und einem Maßnahmenplan mit Vorgaben zu Kommunikation und Information, Verhalten im Infektionsfall und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebes vorbereitet.