Wasser & Abwasser

Wasserknappheit ist in einigen Weltregionen die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Nach aktueller Schätzung der Vereinten Nationen haben fast 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – das sind 17 % der Weltbevölkerung.
Bei Merck entfällt der größte Wasserbedarf auf die Produktion, beispielsweise zur Kühlung, als Prozesswasser oder zur Abluftreinigung. Unser Anspruch ist, Wasser so effizient wie möglich einzusetzen, durch Kreislaufführung möglichst mehrmals zu verwenden und Abwasser, falls nötig,
vorgereinigt entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in die öffentliche Kanalisation einzuspeisen.
  
2010 haben wir 17,9 Millionen m³ Frischwasser bezogen (2009: 15,9 Millionen m³). Ursache für den Anstieg ist die positive wirtschaftliche Entwicklung. Außerdem nahm die Menge an Oberflächenwasser zu, die bei Merck Serono in Genf zur Energiegewinnung genutzt wird. Zudem wurden die Wasserverbräuche von Merck Millipore in 2010 erstmalig integriert. An zwei Standorten in Massachusetts haben wir Studien zum Wasserverbrauch durchgeführt. Die Wassernutzungsmuster der Standorte wurden analysiert, es konnten Einsparpotenziale in Höhe von 26 % identifiziert werden.
 
Unser Frischwasser stammt zu 30 % aus Grundwasser und zu 49 % aus Oberflächenwasser, 21 % stammen aus der öffentlichen Wasserversorgung. Der größte Anteil (85 %) wurde in Europa entnommen, 8 % in Asien, Australien und Afrika, 6 % in Nordamerika und 1 % in Lateinamerika. Insgesamt sind 10,2 Millionen m³ Abwasser bei Merck angefallen (2009: 8,9 Millionen m³).