Die Prozesssicherheit hat bei Merck einen hohen Stellenwert, denn ein Versagen der Sicherheitssysteme bei Produktionsprozessen kann durch die Freisetzung von Chemikalien in sehr unterschiedlichem Maße Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Prozesssicherheit umfasst die Planung, den Bau, den bestimmungsgemäßen Betrieb, die Änderungen und die Stilllegung von Produktionsstätten und Lager. In unserem weltweit gültigen Standard „Plant and Process Safety“ (Anlagen und Prozesssicherheit), der 2008 in Kraft gesetzt wurde, wird die Berücksichtigung relevanter EHS-Punkte für den gesamten Lebenszyklus einer Anlage vorgeschrieben. Dieses Konzept enthält eine Übersicht über potenzielle Risiken und die entsprechenden Schutzmaßnahmen. Für selbst hergestellte Produkte definiert der weltweite Merck-Standard „Management of Documents for Manufacturing“ darüber hinaus die Dokumentation von Umweltschutzmaßnahmen und Risikoanalysen. Die gruppenweit gültige Verfahrensanweisung „Risk Management Process“ legt fest, wie Risiken zu erkennen und zu bewerten sind und wie mit diesen Risiken umgegangen werden muss.
Im Jahr 2009 etablierten wir Indikatoren für Prozesssicherheit, sogenannte „Process Safety Indicators“, um Trends zu erkennen und die Prozesssicherheit kontinuierlich verbessern zu können. Eine erste Auswertung der Indikatoren hat gezeigt, dass unser Fokus auf Inspektion, Auswahl geeigneter Sicherheitssysteme für Prozess und Mitarbeiter sowie Schulung der Mitarbeiter richtig ist. Prozesssicherheit ist ein Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Daher legt Merck einen sehr großen Wert auf die Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter.
Umweltrelevante Ereignisse konnten im Berichtszeitraum vermieden werden.