Material & Abfall

Als wichtigen Beitrag um Ressourcen zu schonen - und damit auch zum Umweltschutz – strebt Merck einen sparsamen und effizienten Einsatz von Materialien in der Produktion an.
Von den eingekauften Materialien, die in unsere Produkte eingehen, können wir für einen Anteil der 74 % der Ausgaben abdeckt, eine Quantifizierung in Gewicht oder Volumen vornehmen. Im Jahr 2010 haben wir 318 kt und 63.340 m³ an Materialien eingesetzt. Hinzu kommen Materialien, wie beispielsweise Faltschachteln, Glasflaschen, Ampullen oder Applikatoren, die nur in Stückzahlen ermittelt werden können. Der genannte Materialeinsatz enthält u. a. chemische und pharmazeutische Rohstoffe und Packmaterialien und damit alles, was in die Produkte eingeht. Darin nicht enthalten sind Betriebsstoffe wie Energie oder Schmiermittel.
 
Bereits in der Verfahrensentwicklung legen wir besonderes Augenmerk darauf, dass die Verfahren effizient sind und so wenig Abfälle wie möglich entstehen. Wir arbeiten daran, dass die eingesetzten Materialien möglichst ungefährlich sind.
Bei den bestehenden Produktionsverfahren arbeiten wir – als ein Baustein des Operational- Excellence-Programms – in interdisziplinären Teams an Verfahrensoptimierungen. Effizienter Einsatz von Ressourcen ist dabei ein wichtiges Ziel, auch aus Kostengründen.
Das Abfallaufkommen in der Merck-Gruppe ist im Jahr 2010 auf 193 kt angestiegen (2009: 162 kt). Grund dafür war die aufgrund der wirtschaftlichen Lage gestiegene Produktionsmenge, ein Anstieg der im Rahmen von Bau- und Sanierungsmaßnahmen angefallenen Abfälle und die Einrechnung der Abfälle der akquirierten Millipore-Standorte.
  
Der Anteil gefährlicher Abfälle lag im Jahr 2010 bei 39 %. Die Abfallmengen, die einer Verwertung zugeführt wurden, stiegen von 96 kt im Jahr 2009 auf 120 kt im Jahr 2010 an, davon wurden im Jahr 2010 20 kt Abfälle energetisch verwertet (2009: 17,5 kt). 46 % der Abfälle im Jahr 2010 waren Boden-, Bau- und Abbruchabfälle (2009: 47 %); diese Abfallarten haben auch großen Einfluss auf die Recyclingrate, die für das Jahr 2010 bei 62 % liegt (2009: 59 %).