+ Maßnahmen zum Klimaschutz 2009 und 2010

Um unser Klimaschutzziel zu erreichen, fokussieren wir unsere Maßnahmen auf die größten Treibhausgas- Emittenten, welche rund 80 % der Treibhausgas-Emissionen der Merck-Gruppe erzeugen. Zu den größten Emittenten gehörten im Jahr 2010 die deutschen Standorte Darmstadt und Gernsheim, der spanische Standort in Mollet del Vallès, die US-Standorte in Jaffrey und Savannah sowie Onahama (Japan) und Taicang (China).
 
Im Jahr 2010 haben wir Energiespar-Audits an den Produktionsstandorten in Darmstadt, Gernsheim, Onahama und Atsugi durchgeführt. An den beiden japanischen Standorten Onahama und Atsugi wurden Maßnahmen identifiziert, die durchschnittliche Energieeinsparungen in Höhe von 15 bis 20 % ergaben.
Im Berichtszeitraum erlangte der Standort Bari in Italien als erster Pharmastandort eine Zertifizierung nach der internationalen Energiemanagement-Norm EN 16001. Das neue Pharma- Forschungszentrum in Billerica (USA) erhielt den Gold-Standard nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), dem US-amerikanischen Klassifizierungssystem für energie- und umweltfreundliche Planung von Gebäuden. Darüber hinaus wurden 2010 bei Merck-Millipore in Massachusetts und New Hampshire 57 Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz durchgeführt, darunter der Einbau einer besseren Temperaturregulierung und eine optimierte Steuerung der Abzugsanlage. Insgesamt wurden rund 3.600 MWh Strom und Erdgas eingespart.
Im Februar 2011 bekam der Merck-Millipore-Standort in Billerica für eine herausragende energetische Leistung des Gebäudes die „Energy-Star“-Auszeichnung durch die US-amerikanische Umweltbehörde verliehen. Nur jene Gebäude, die insgesamt 35 % weniger Energie verbrauchen und damit weniger Treibhausgas-Emissionen verursachen als herkömmliche Gebäude, erhalten diese Auszeichnung. Auch an weiteren Standorten engagierte sich Millipore für die Umsetzung von Energieeinsparungen, um ihr im Jahr 2008 definiertes Ziel zu erreichen, die Treibhausgas- Emissionen bis Ende 2011 um 20 % zu reduzieren. Wichtig dafür ist die Reduktion der in einem Prozess in der Qualitätssicherung freigesetzten Emissionen. Um die Auswirkungen dieser Chemikalien zu reduzieren, haben wir eine umfassende Strategie mit konkreten Zielen und Verantwortlichkeiten sowie kurz- und langfristigen Maßnahmen und Projekten entwickelt. Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehört, dass wir den Herstellungsprozess optimieren und in diesem Zusammenhang unsere Geräte auf den optimalen Einsatz der Gase überprüfen. Langfristig wollen wir diese Chemikalien durch alternative Stoffe ersetzen. Dabei ist es wichtig, dass wir die Produktsicherheit erhalten oder sogar verbessern. Um den Umfang der Prozessemissionen zu beobachten, werden diese monatlich erfasst.
 
Zeitgleich mit der Verabschiedung unseres Klimaschutzzieles starteten wir im Mai 2009 das gruppenweite Klimaschutzprogramm EDISON an mehr als 120 Standorten. Einbezogen sind Produktionsstandorte, relevante Lager- und Laborstandorte und einige Handelsniederlassungen. Ziel ist, Best-Practice-Beispiele in der Energienutzung zu identifizieren und auf die anderen Standorte zu übertragen. Über eine zentrale Intranetseite sind verschiedene Werkzeuge wie Energiechecklisten oder Energiesparideen verfügbar, die den Informationsaustausch und das Lernen voneinander unterstützen.
 

HINWEIS:

Auf dieser Seite finden Sie – mit einem „+“ gekennzeichnet – zusätzlichen Inhalt im Vergleich zu unserem gedruckten CR-Bericht 2011.