Berichtsprofil

Der vorliegende 5. Corporate Responsibility (CR)-Bericht setzt die seit 1993 bestehende Berichterstattung von Merck zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung fort. Nach drei Umweltberichten (1993, 1995, 1997) und einem „Responsible Care“ Bericht (2000), informieren wir seit 2003 in einem zweijährigen Zyklus über unsere unternehmerische Verantwortung für unsere Produkte, Mitarbeiter, Umwelt und die Gesellschaft. Ziel ist es, unsere Aktivitäten, Erfolge und Herausforderungen transparent darzustellen. Dieser Bericht dokumentiert zugleich unsere Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen („Communication on Progress“).
 
Berichtsrahmen
Der Berichtszeitraum umfasst die Geschäftsjahre (Kalenderjahre) 2009 und 2010 und bezieht sich auf die gesamte Merck-Gruppe mit ihren Unternehmensbereichen Pharma und Chemie. Damit sind auch die in 2010 neu hinzugekommen Standorte von Millipore, einem international operierenden Unternehmen der Life-Science-Branche, miteinbezogen. Ausnahmen, wie z.B. standortbezogene Zahlen oder spartenspezifische Aktivitäten, sind an entsprechender Stelle gekennzeichnet.
 
Datenerfassung
Die Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheits-Daten werden über LION, das Location Information Online System der Merck Gruppe, auf Standortebene eingegeben und nach dem Vier-Augen-Prinzip genehmigt. Mit diesem System werden seit 2005 alle Produktionsstandorte, relevante Lager- und Forschungsstandorte aufgenommen, über welche Merck die operative Kontrolle hat. Bei der Bewertung der Relevanz der Standorte betrachten wir sowohl mögliche Risiken, die sich aus den Tätigkeiten der
Standorte ergeben, als auch die Größe (Mitarbeiterzahl) der Standorte. So erfassen wir zum Beispiel Daten von allen Produktionsstandorten, auch wenn sie nur wenige Mitarbeiter haben. Seit dem Jahr 2010 sind auch die neu hinzugekommenen Millipore-Produktionsstandorte vollständig in die Datenerfassung integriert.
Seit dem Jahr 2009 haben wir mit der Integration unserer Handelsniederlassungen in die Datenerfassung begonnen, was im Wesentlichen die berichtete Datenqualität im Bereich des Unfallgeschehens verbessern wird. Dieser Integrationsprozess wird im Jahr 2011 fortgesetzt.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Datenerfassungsprozesse und -kontrollen zu optimieren und weltweit zu vereinheitlichen, auch bei kleinen Standorten. Dazu werden wir im Jahr 2011 auf Gruppenebene die bestehenden Standards, Arbeitsanweisungen und Richtlinien zur Berichterstattung weiter überarbeiten. Zusätzlich unterstützen wir die Standorte dabei, ihre Datenerfassungsprozesse und die diesbezüglichen Qualitätskontrollen zu optimieren. Die Prozesse sowie die gemeldeten Daten werden verstärkt überprüft, beispielsweise im Rahmen der internen EHS Audits. Die Daten zu den Mitarbeitern und zum gesellschaftlichen Engagement beziehen sich auf die gesamte Merck-Gruppe und beziehen Millipore ab dem Jahr 2010 mit ein. Die Mitarbeiterstammdaten werden kontinuierlich in einer SAP-basierten Datenbank gepflegt. Weitere Mitarbeiterdaten, wie zum Beispiel zu den ILO-Kernarbeitsnormen, sowie die Daten zum gesellschaftlichen Engagement werden jährlich abgefragt. Durch verbesserte Anweisungen für die Eingabe und Prüfung der Daten auf Plausibilität wollen wir die Datenqualität dieser Abfragen erhöhen.
 
Externe Prüfung
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Zusätzlich hat Merck für ausgewählte nicht-finanzielle Kennzahlen eine unabhängige Prüfungsbescheinigung im Rahmen einer sogenannten Limited Assurance erhalten. Dieser Prüfvermerk bezieht sich auf die Print-Version und ist dort auf S. 68 zu finden.
 
Weiterführende Informationen
Der gedruckte Bericht kann nicht das gesamte Spektrum an Informationen zu Leistungen und Aktivitäten der Merck Gruppe abdecken. Auf diesen Internetseiten finden Sie deshalb  weiterführende und vertiefende Informationen. Zusätzliche Inhalte im Vergleich zu Print-Version sind mit einem „+“ gekennzeichnet. Der nächste CR-Bericht von Merck ist für 2013 vorgesehen. 
 
Bestimmung der Berichtsinhalte
Unsere Berichterstattung orientiert sich am international anerkannten Leitfaden G3 der Global Reporting Initiative (GRI) und an internen Richtlinien, deren Definitionen an denen des G3-Leitfadens ausgerichtet sind. Nach eigener Einschätzung erreicht Merck die Anwendungsebene B+.
Zur Bestimmung der für die Berichterstattung wesentlichen CR-Themen für Merck haben wir im Jahr 2010 eine Materialitätsanalyse durchgeführt. Dazu wurden im August und September 2010 19 relevante Stakeholder zur Wahrnehmung der CR-Aktivitäten des Unternehmens und den aus ihrer Sicht wesentlichen CR-Themen für das Pharma- und Chemiegeschäft von Merck befragt. Außerdem haben wir eine Branchenanalyse durchgeführt und in diesem Rahmen die Fragebögen relevanter CR-Ratingagenturen, aktuelle CR-Themen von Politik und NGOs sowie der Wettbewerber analysiert.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen von internen Workshops nach ihrer Wesentlichkeit für das Unternehmen bewertet und priorisiert. Aus diesen Ergebnissen wurden sowohl die Struktur dieses CR-Berichtes als auch die inhaltlichen Schwerpunkte abgeleitet. Alle in der Materialitätsanalyse als wesentlich identifizierten Themen werden mit diesem Bericht abgedeckt.
 
 
Materialanalyse