Innovative Proteine

Unsere Forschung im Therapiegebiet Rheumatologie konzentriert sich auf Proteine – auf jene Bausteine also, die entscheidende Mechanismen beeinflussen, wenn Krankheiten entstehen.
Frau mit Schutzbrille arbeitet im Labor
Grundlagenforschung für neue Wirkstoffe: In einem Forschungslabor in Darmstadt züchtet Verena Dresing Proteinkristalle für die Bestimmung der 3D-Struktur von Wirkstoff und Zielprotein. Ein Roboter für Hochdurchsatz-Proteinkristallisation unterstützt bei der Identifizierung geeigneter Bedingungen.
Hoffnung bei Lupus erythematodes
Atacicept ist ein lösliches Fusionsprotein, das Moleküle, die an der Entstehung von Autoimmunkrankheiten beteiligt sind, neutralisiert. So etwa bei Systemischem Lupus Erythematodes (SLE). Den Namen Lupus – „Wolf“ – trägt die Krankheit  wegen der möglichen Verstümmelungen im Gesicht – Ärzte früherer Tage verglichen sie mit Wolfsbissen.
Zurzeit führen wir eine klinische Studie der Phase II mit Atacicept durch. Sie soll prüfen, ob der Wirkstoff bei Patienten mit SLE Linderung bringt.
Arthrose: Heilung statt Linderung
Chronisch und schmerzhaft, so erleben viele Arthrose-Patienten ihre Krankheit. Mit der Zeit führt die degenerative Gelenkerkrankung bei vielen Menschen dazu, dass sie im Alltag stark eingeschränkt sind. Merck Serono forscht intensiv an Wegen, Arthrose zu bekämpfen. Ein Hoffnungsträger trägt den Namen Fibroblasten-Wachstumsfaktor 18 (FGF 18). Innovativ ist der neuartige Wirkmechanismus. FGF 18 könnte das erste Medikament werden, das verletzten oder abgenutzten Knorpel repariert beziehungsweise regeneriert – und so tatsächlich die Heilung unterstützt, statt nur die Symptome zu lindern.
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